SPD Rennerod


Mit Erfahrung Zukunft gestalten

Besuch der Grundschule Meudt

Fraktion

Konzept Ganztagsschule (GTS)

Die SPD VG-Fraktion der Verbandsgemeinde Rennerod befasst sich seit einiger Zeit mit der Einführung einer Ganztagsschule in einer der Grundschulen in der Verbandsgemeinde (VG) Rennerod. Leider gehört der Bereich der VG Rennerod zu den wenigen Standorten in Rheinland-Pfalz, in denen bisher noch kein GTS-Angebot besteht. Für die Region und ihre Bürger stellt dies einen erheblichen Nachteil dar. Zwischen der Ganztagsbetreuung im Kindergarten sowie den Möglichkeiten der Betreuung in Haupt- und Realschule, entsteht eine Lücke der Betreuung. Für viele Familien ein Problem, das es zeitnah zu schließen gilt. Unsere Fraktion macht sich stark für ein entsprechendes Angebot und fordert die Beteiligten zu entsprechenden Initiativen auf!

Die bisherigen Bemühungen führten zu keinem Erfolg und aus unserer Sicht sind neue Überlegungen und Initiativen notwendig.

Um sich ein Bild einer funktionierenden Grundschule mit GTS-Konzept zu machen, besuchte unsere Fraktion die Grundschule in Meudt. Mit der Leiterin der Grundschule Meudt, Marita Schröder, die in Irmtraut und somit in unserer VG wohnt, wurde ein Termin vereinbart. Unsere Fraktions- bzw. Parteimitglieder (Franzi Burk, Michael Gräb und Raimund Schön) besuchten am 02.05.2011 die Grundschule Meudt.

Pünktlich zur Mittagszeit trafen unsere Parteifreunde in der Schule ein. So konnten sie sich ein erstes Bild von der Ganztagsbetreuung verschaffen. Positiv überrascht waren sie von der Disziplin, die durch klare Regeln erreicht wird. Unter dem Motto „ es muss nicht alles gegessen, aber alles probiert werden“ erlernen die Kinder neben vielen anderen Regeln ein soziales Miteinander. Kulturelle und konfessionelle Bedürfnisse werden bei der Essensversorgung berücksichtigt. Durch Kooperation mit einem Altenheim in der VG Wallmerod kann eine finanziell günstige Versorgung (Beitrag der Eltern 30,00 € im Kalendermonat sowie Zuschuss der VG) erfolgen. Den Hygieneanforderungen wurde die VG Wallmerod durch entsprechende Investitionen in der Schule in hohem Maße gerecht.

Das Nachmittagskonzept der GTS Meudt sieht neben der aktiven Hausaufgabenbetreuung durch die Lehrkräfte, die in der Woche zusätzlich 15 Stunden erbringen, die Beschäftigung der Kinder in Arbeitsgruppen vor. Verschiedene Angebote (z. B. Theater, Zaubern, Sticken, Basteln, Musik, Kochen, Sport, Sprachen) ermöglichen eine abwechslungsreiche und individuelle Förderung der Kinder. Keinesfalls stellen diese individuellen Angebote NUR eine BEAUFSICHTIGUNG DER KINDER dar. So sind die Kinder am Ende des Tages nicht nur gefördert sondern auch gefordert worden.

Das Projekt in Meudt erforderte laut Aussage der Schulleiterin Marita Schröder eine zweijährige Vorlaufzeit. Dabei ist das Engagement des Kollegiums zwingend erforderlich gewesen und selbstverständlich weiterhin notwendig. Unsere Fraktion konnte sich von diesem beispielhaften Engagement ein gutes Bild verschaffen.

Es zeigt sich ein positives und gelungenes Beispiel einer GTS, welches nur durch ein hohes Engagement des Lehrkörpers möglich war. Die steigende Zahl von Anmeldungen spiegelt für den Lehrkörper den Erfolg der Arbeit wieder und bietet folglich die Motivation für eine Fortführung dieses erfolgreichen Wirkens! Nicht zu vergessen der Erfolg für die Kinder durch Förderung und Teambildung. Dass dieser Erfolg dann auch für die Eltern spürbar ist, ergibt sich zwangsläufig. Sicherlich erforderte das Konzept auch die notwendigen Mittel des Landes sowie der Kommunen. Letztlich stellt dies jedoch eine gute Investition in die Zukunft dar!

Für uns als Mitglieder der VG Rennerod ergibt sich die Frage der Umsetzung in der VG Rennerod. Die Standortfrage (zentrale Lage und gute Erreichbarkeit) sowie die Möglichkeit der Nutzung der vorhandenen Kapazitäten sind sicherlich von hoher Bedeutung. Kann z. B. die Rettung einer kleinen Schule durch so ein Angebot der sinnvolle Weg sein? Unabhängig von diesen Betrachtungen dürfen jedoch die weichen Kriterien, wie ein engagiertes Kollegium, nicht völlig in den Entscheidungen vernachlässigt werden.

 
 

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