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Ein Jahr in den USA: Für Michelle Hannappel aus Weroth hat das Abenteuer begonnen

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Entdeckungstour durch New YorkÜber das Parlamentarische Patenschaftsprogramm des Bundestages ist Michelle Hannappel aus Weroth von Gabi Weber ausgewählt worden, ein Jahr in den USA leben zu können. Im August hat ihr ganz persönliches Abenteuer begonnen. Michelle wird uns regelmäßig daran teilhaben lassen. Heute kommt ihr erster Bericht. Mehr zum Programm findet sich auf der Seite des Bundestages:

mein Name ist Michelle Hannappel und bin 23 Jahre alt. Ich komme aus dem wunderschönen Weroth und war bei der Kreisverwaltung des Westerwaldkreises als Verwaltungsfachangestellte bis August angestellt. Nun bin ich stolze Teilnehmerin des "34. Parlamentarischen Patenschafts-Programm" (PPP) und werde euch immer wieder über mein Auslandsjahr in den USA berichten.

Am 08.08.2017 war es endlich soweit. Der langersehnte Abflug stand mir und 74 weiteren "Junior Botschaftern" bevor. Wir alle werden mit dem 34. PPP ein Jahr in den USA verbringen. Das PPP ist ein gemeinsames Austauschprogramm des Deutschen Bundestages und des US-Congress, welches Stipendien an Schüler und junge Berufstätige vergibt.

Ich darf während des Austauschjahres mit meiner Gastfamilie in Hewitt (Texas) leben, im Herbstsemsester das McLennan Community College in Waco besuchen und ab Januar für ein Semester in einem amerikanischen Betrieb arbeiten. Waco wird hier liebevoll "the heart of Texas" genannt.

Meine Gastfamilie besteht aus meinem Gastvater Fred und seiner Frau Barbara. Außerdem zählen drei Katzen zur Familie. Fred und Barbara haben zwei Töchter, die in New York und Austin leben. Barbara ist pensionierte Krankenschwester und Fred ist der Vice-President meines Colleges. Ich fühle mich sehr wohl bei den Beiden. Sie haben mich sehr gut aufgenommen und komplett in ihren Alltag integriert. Vom Kochen bis hin zu Unternehmungen. Freunden und Bekannten werde ich als "the German daughter" vorgestellt. Ich bin wirklich froh, in einer so tollen Gastfamilie zu sein.

Doch bevor die Reise in mein Abenteuer begann, hieß es am Frankfurter Flughafen Abschied nehmen. Der Abschied fiel mir, wie erwartet, nicht ganz leicht. Zum Glück erleichtert aber die moderne Technik das Heimweh und die weite Entfernung um einiges. Ich bin sehr dankbar, dass meine Eltern, Oma, Tante, Cousin mit Freundin und meine beste Freundin mich zum Abschied begleitet haben und immer an meiner Seite sind. Ebenso wie der Rest der Familie unterstützen sie mich und ich kann auch von einem anderen Kontinent aus immer auf sie bauen.

Kaum war die Traurigkeit des Abschiedes von Familie und Freunde überwunden, wurde die Aufregung im Flugzeug bei allen Stipendiaten immer größer. Dieser Tag war wirklich eine Achterbahn der Gefühle. Der nächste Halt war nämlich New York! Hier hatten wir ein dreitägiges Seminar über unsere bevorstehende Anfangszeit in der Gastfamilie und am College. Außerdem wurden uns noch viele weitere nützliche Informationen über das bevorstehende Jahr mitgeteilt.

Neben dem Seminar hatten wir aber auch genug Zeit die Stadt zu erkunden und New York hält das, was es verspricht. Es ist die Stadt die niemals schläft. Der Timessquare, das 9/11 Memorial, der Broadway, die Freiheitsstatue und so viele andere Sehenswürdigkeiten. Einfach unbeschreiblich. Ich hatte eine wunderschöne und lustige Zeit mit meinen Freunden des Programms und freue mich jetzt schon sie an Silvester in Las Vegas wieder zu sehen!

Nach dem tollen Aufenthalt in New York hieß es aber wieder Abschied nehmen. Jeder Stipendiat setzte seine Reise nun zu seinem Platzierungsort fort. Für mich und Alex ging der Flug nach Texas. Er verbrachte dort 5 Tage mit mir und meiner Gastfamilie, da seine Gasteltern noch im Urlaub waren.

Ich war froh, dass Alex mich in meiner Anfangszeit in Texas begleitet hat. Vor dem ersten Treffen mit der Gastfamilie war ich etwas nervös, doch er hat mir meine Aufregung genommen. Alex und ich hatten die Gelegenheit bei dem warmen texanischen Wetter (ca. 40 °C) die Gegend zu erkunden. Wir waren unter anderem im Dr. Pepper und im Texas Ranger Museum. Amerikanische Burger standen natürlich auch auf unserer Liste. Nachdem Alex abreiste, hatte ich noch genug Zeit mich für Kurse am College einzuschreiben, ein Auto zu kaufen und andere organisatorische Dinge zu erledigen.

Während meiner Anfangszeit in Texas tobte im süden Texas´ der Hurrikan Harvey. Unser Gebiet wurde zum Glück verschont. Hier regnete und stürmte es lediglich. Für mich war es wie ein Regentag in Deutschland, aber viele Texaner waren das Wetter nicht gewöhnt.

Bewohner von Houston und Umgebung suchten in unserem County Schutz vor dem Hurrikan und Hochwasser oder konnten bei ihren Familien unterkommen. Nun sind sie alle wieder zurück in ihre Heimat gekehrt und versuchen das, was übrig geblieben ist, wieder aufzubauen. Es ist schön zu sehen, wie die Amerikaner in solchen Zeiten zusammen halten und sich gegenseitig helfen.

Seit einigen Wochen hat der Unterricht an meinem College nun begonnen und ich tauche in den amerikanischen Alltag ein. In einer anderen Sprache zu studieren ist eine Herausforderung. Aber eine Herausforderung die ich gerne annehme.

Da meine Gasteltern schon in vielen Ländern gelebt haben, können sie auch fließend spanisch und französisch sprechen. Fred sagt immer, dass unser "Goal" am Ende des Austausches ist, dass ich besser englisch sprechen kann, als sie deutsch. Ein paar deutsche Wörter hat er schon aufgeschnappt (wie z.B. ein Bier, bitte), aber sie nehmen sich auch sehr viel Zeit mir ihre Sprache näher zu bringen und ich bin zuversichtlich, dass ich am Ende die englische Sprache besser behersche, als sie die deutsche.

Ich bin sehr froh die Möglichkeit zu haben, an diesem tollen Programm teilzunehmen. Vielen Dank Frau Weber, dass Sie mir dies ermöglicht haben. Es war die beste Entscheidung, die ich treffen konnte, mich für dieses Programm zu bewerben und kann es anderen jungen Berufstätigen nur weiter empfehlen.

Warm greetings from "the heart of Texas" und bis zum nächsten Mal,

Michelle

 

 

Homepage Gabi Weber - Ihre Abgeordnete für Westerwald und Rhein-Lahn

 

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