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Veröffentlicht am 29.04.2009 in Pressemitteilung
SPD-Informationsgespräch mit dem Diakonischen Werk im Westerwaldkreis

Seit weit über 40 Jahren ist das Diakonische Werk im Westerwaldkreis als Teil der Diakonie in Hessen und Nassau in der Region tätig.
Wie sich die Arbeitsbereiche seitdem entwickelt haben, machten der Geschäftsführer Wilfried Kehr und seine Stellvertreterin Johanna Alef-Bill im Gespräch mit Dr. Tanja Machalet, Kandidatin für die Landratswahl, und Michael Birk, stellv. SPD-Kreisvorsitzender, an der Zahl der Mitarbeiter deutlich. Diese ist von 3 zu Beginn auf nunmehr 51 angewachsen. Damit ist das Diakonische Werk eine der größten Beratungseinrichtungen in der Region.
Einen Schwerpunkt bildet die Arbeit im Drogen- und Suchtbereich. Dabei unterscheide sich eine ländliche Region wie der Westerwald im Prinzip nicht mehr von den Großstädten, stellte Johanna Alef-Bill fest. Zwar seien die Zahlen der Betroffenen konstant geblieben, die Abhängigkeit habe sich aber zunehmend auf sogenannte Designerdrogen und Amphetamine verlagert. Wilfried Kehr merkte kritisch an, dass die Arbeit auf diesem wichtigen Gebiet nur schlecht finanziert sei. Nur ca. 50 % der Kosten seien aus staatlicher Förderung gedeckt. Der Rest müsse vom Diakonischen Werk aus eigenen Mitteln oder anderen Quellen aufgebracht werden.

Dieses Missverhältnis werde insbesondere dann deutlich, wenn man berücksichtige, dass rund 80 % der Mittel für die Arbeit im Westerwald aus öffentlichen Geldern stamme. Weitere 15 % stammten aus Budgets der evangelischen Landeskirche Hessen-Nassau, der Rest aus Spenden. Das Diakonische Werk hat auch die Dachorganisation der Tafeln im Westerwaldkreis übernommen. „Wären die Tafeln ein Unternehmen, wäre es das Schnellstwachsende im Westerwald“, beschrieb Tanja Machalet ihren Eindruck. Nach Ansicht von Wilfried Kehr ist dies aber ein Spiegelbild der gesellschaftlichen Entwicklung und damit durchaus typisch für alle Arbeitsbereiche seiner Organisation.

So sei es nicht verwunderlich, dass die „Psychologische Beratung“ eine deutliche Zunahme zu verzeichnen habe. Besonders interessiert zeigte sich Tanja Machalet an einem Projekt zur Erziehungsberatung an der Regenbogen-Schule in Westerburg.

Frau Alef-Bill verwies darauf, dass der insgesamt größte Arbeitsbereich der Diakonie die Betreuung psychisch Kranker sei. Zunehmend habe man es dabei mit „krisenbedingten“ Erkrankungen zu tun, die aus schwierigen Lebenssituationen im privaten und immer häufiger auch beruflichen Umfeld resultierten.

Zwei positive Mitteilungen konnte Wilfried Kehr den SPD-Politikern noch mit auf den Weg geben. Zum einen sei seitens des Landes eine halbe Stelle zur Beratung von Glücksspielsucht bewilligt worden, zum anderen habe das Diakonische Werk, gemeinsam mit dem Caritas-Verband den Zuschlag der Agentur für Arbeit für ein Projekt zur Eingliederung behinderter Menschen in den ersten Arbeitsmarkt erhalten. Tanja Machalet gab der Hoffnung Ausdruck, dass dieses auf 4 Jahre angelegte Projekt anschließend verlängert würde, da hier wichtige gesellschaftliche Integrationsarbeit geleistet werde.

Homepage Dr. Tanja Machalet, MdL für den Wahlkreis 6 (Montabaur)

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