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„Auch im Westerwald gibt es Gewalt gegen Frauen!“

Veröffentlicht am 12.05.2009 in Pressemitteilung

Landratskandidatin Tanja Machalet besuchte das Frauenzentrum Beginenhof in Westerburg

Im Westerwaldkreis stehen bei sozialen Problemen oft ausschließlich die Kosten und nicht die Schicksale der Betroffenen im Vordergrund. Dieses bedauerliche Fazit ziehen die Mitarbeiterinnen im Frauenzentrum Beginenhof aus ihrer langjährigen Arbeit.
Geschäftsführerin Margit Schnorr stellte mit ihren Kolleginnen der SPD-Landratskandidatin Dr. Tanja Machalet und dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der Partei Michael Birk die Arbeit der verschiedenen Einrichtungen des Frauenzentrums vor.
Im fehlenden Zuschuss des Westerwaldkreises für den Frauennotruf zeigt sich für Margit Schnorr eine grundsätzliche Haltung etablierter Politik gegenüber der sozialen Wirklichkeit in der Region. „Der Tatbestand von Gewalt gegen Frauen wird für den Westerwald einfach geleugnet.“ Für Tanja Machalet ist es nicht nachvollziehbar, dass der Westerwaldkreis als einzige Kommune in Rheinland-Pfalz den Frauennotruf nicht finanziell unterstützt. „Die von der SPD-Kreistagsfraktion beantragte Summe von 5.000 € wirft den Kreishaushalt nicht um.“

In diesem Zusammenhang findet es Machalet besonders befremdlich, dass der CDU-Bundestagsabgeordnete Joachim Hörster zwar öffentlich begrüße, dass das Bundesfamilienministerium das Frauenzentrum als „Leuchtturmprojekt“ auszeichnet, seine Parteifreunde in den regionalen Gremien die Arbeit aber regelmäßig ignorierten.
Besonders interessierte sich Tanja Machalet für das neu ins Leben gerufene Projekt „Lernen wie die Beginen“, in dessen Rahmen örtliche Netzwerke gebildet werden sollen, in denen sich Frauen gegenseitig mit ihren Interessen und Kenntnissen unterstützen. 6 Projekte, für die sich 12 ehrenamtliche Koordinatorinnen gefunden haben, sind aus über 130 Vorschlägen ausgewählt worden, und werden mit der Verbandsgemeinde Hachenburg als regionalem Kooperationspartner derzeit in Angriff genommen. Für Margit Schnorr ein ermutigendes Beispiel dafür, dass die Arbeit des Frauenzentrums nicht nur auf Bundes- und Landesebene Anerkennung finde, sondern doch auch im Westerwald auf aufgeschlossene politische Institutionen träfe.

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