SPD Rennerod

Mit Erfahrung Zukunft gestalten

Besucher

Besucher:956437
Heute:354
Online:5

Aus der "Siegener Zeitung": SPD-Fraktionschef Hering auf dem Stegskopf

Veröffentlicht am 02.10.2012 in Kommunales

Immer neue Besucher: Am Montag war Hendrik Hering, SPD-Fraktionschef im Mainzer Landtag, auf dem Stegskopf. Dabei ging es um die Zukunft des Geländes - die Bundeswehr zieht 2015 ab. Ob hier auch Windkraftanlagen entstehen könnten, sei noch nicht entschieden, sagte Hering.
Wenn es ein Wort gab, das gestern Nachmittag bei einem Termin auf dem Truppenübungsplatz geradezu inflationär benutzt wurde - noch dazu von ein und derselben Person -, dann war es "Dreiklang". Das könnte man jetzt vernachlässigen, hätte der "Verursacher" nicht zu den führenden Köpfen der Landespolitik in Mainz gehört. Hendrik Hering, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag, war auf den Stegskopf gekommen, um sich selbst ein Bild von den Möglichkeiten der künftigen Nutzung zu machen.

Und er ließ keinen Zweifel daran, was er persönlich auf dem 2000 Hektar großen Areal für sinnvoll hält: Naturschutz, gewerbliche Nutzung - und erneuerbare Energien in Form von Windkraft. Ein Dreiklang eben.
Keine Unterschutzstellung
Passend dazu liegt der Siegener Zeitung eine Notiz aus der Mainzer Staatskanzlei vor. Demnach streben alle drei beteiligten Ministerien (Wirtschaft, Umwelt und Inneres) eine "noch näher zu definierende Mischnutzung aus Naturschutz, erneuerbaren Energien und Gewerbe" ab 2015 an. Auch wird zum jetzigen Zeitpunkt eine Unterschutzstellung des Geländes für "nicht nötig" erachtet, da zunächst keine schwerwiegenden Eingriffe in die Natur zu befürchten seien. Die SGD Nord wird demnach das Verfahren auch nicht weiter betreiben.
Blick in die Windräder
Bei seinem Besuch wurde Hering u. a. von der Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdL Thorsten Wehner und dem SPD-Kreisvorsitzenden Andreas Hundhausen begleitet, mit dabei war ebenfalls Daadens Bürgermeister Wolfgang Schneider. Empfangen wurde die Gruppe von Hauptmann Andreas Becker, dem Leiter des Truppenübungsplatzes, der eine kleine Rundfahrt organisiert hatte. Dabei konnten sich die Gäste auch einen Eindruck darüber verschaffen, welche Hallen und Gebäude eventuell weiter genutzt werden könnten. Und fast schon symbolisch mutete der erste Halt am Höllenkopf an. Von der Höhe aus genossen die Sozialdemokraten die herrliche Weitsicht bis ins Siebengebirge, wobei der Blick zunächst an den Windrädern in Weitefeld und Langenbach hängen blieb.
In wenigen Jahren schon keine Subventionen mehr
Der Westerwälder Hendrik Hering erinnerte nicht nur an die immense Größe des Truppenübungsplatzes, sondern verwies auch darauf, dass man es hier mit einem Standort zu tun habe, wo der Wind extrem stark und regelmäßig wehe. Das bedeute: Würde man hier die Windkraft nutzen, könne so viel Energie produziert werden, dass schon in wenigen Jahren keine Subventionen bzw. Vergütungen mehr nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz fällig würden, der Staat somit bares Geld spare. Zugleich könnten mit der Windkraft Maßnahmen des Naturschutzes finanziert werden, sogar ein Natur- und Kulturzentrum. Den Naturschutz nur mit öffentlichen Mitteln zu finanzieren, sieht der Fraktionsvorsitzende nicht als ideale Lösung.
"Nichts ist entschieden"
Hering verwahrte sich zugleich gegen den Eindruck, dass in Sachen Stegskopf die Würfel schon gefallen sind. Zuletzt hatte der BUND "siegesgewiss" verkündet, dass aufgrund der nachgewiesenen Vogelarten der Bau von Windkraftanlagen auf dem Stegskopf ausscheidet. "Nicht ist entschieden", betonte der Landespolitiker. Man wisse um die sensiblen Flächen, allerdings sollte erst eine genaue Prüfung abgewartet werden. Er glaube, so Hering, dass ein "Dreiklang" auch der Wunsch eines Großteils der Bevölkerung in der Region sei - da wollte Bürgermeister Schneider nicht widersprechen. So wie 1958, als die Bundeswehr den Stegskopf übernommen habe, der Sicherheitsgedanke Vorrang gehabt habe, sollte auch die künftige Nutzung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden werden. Windkraft auf dem Stegskopf habe den Vorzug, "dass ich nicht in die große Fläche gehen muss", sagte Schneider. Er ging jedenfalls durchaus optimistisch aus diesem Termin heraus: "Wenn es gelingt, aus diesen vernünftigen Vorschlägen heraus auch den Umweltschutz zu stärken, hätte man damit allen einen Gefallen getan."

Homepage Hendrik Hering, Ihr Abgeordneter für den Westerwald

Mitglied werden!

Mitglied werden!

Newsticker

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

18.06.2026 11:18 Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze
Zum Internationalen Tag gegen Hetze: Hassrede bekämpfen, Zusammenhalt stärken Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Seit fünf Jahren rufen die Vereinten Nationen jeweils am 18. Juni den Internationalen Tag der Bekämpfung von Hetze aus. Sie machen so auf die wachsende Verbreitung von Hassrede aufmerksam und weisen auf Maßnahmen hin, Hassrede zu bekämpfen und den gegenseitigen Respekt zu… Gabriela Heinrich zum Internationalen Tag gegen Hetze weiterlesen

17.06.2026 12:19 Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger
Politisch-ideologischer Nachhilfeunterricht ist nicht nötig Das vom EU-Parlament beschlossene Verbot für Fleischbezeichnungen wie ‚Veggie-Speck‘ oder ‚Veggie-Hühnchen‘ ist falsch und wird Verbraucherinnen und Verbraucher verwirren. Dass Begriffe wie ‚Veggie-Burger‘ oder ‚Veggie-Wurst‘ auch künftig zulässig bleiben, ist richtig. Die Entscheidung beendet hoffentlich eine Scheindebatte, die viel politische Energie verschwendet hat. „Das EU-Parlament hat bestätigt, dass Begriffe wie… Esra Limbacher zur EU-Entscheidung über Veggie-Burger weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de