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Aus der "Westerwälder Zeitung": Neues Bürgerhaus stärkt den Zusammenhalt

Veröffentlicht am 30.03.2015 in Aktuell

Steinebach feiert Einweihung eines zukunftsweisenden Gebäudes

Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

M Steinebach. Frohsinn und Gemeinschaft werden in Steinebach groß geschrieben. Das bewiesen die Einwohner nicht nur bei der Umsetzung des Projektes „Neubau Dorfgemeinschaftshaus“ in den zurückliegenden fünf Jahren, sondern auch bei der feierlichen Einweihung des Gebäudes an geschichtsträchtiger Stelle am vergangenen Wochenende. Moderiert wurde das kurzweilige Einweihungsprogramm gekonnt von Andree Striewe.

Foto: Röder-Moldenhauer

Einst war das Gasthaus Simon beliebter Treffpunkt für Groß und Klein. Doch nach dem Verkauf des Komplexes durch die langjährige Wirtsfamilie an einen anderen Betreiber ging es mit der Lokalität bergab. Als das Gebäude schließlich zur Zwangsversteigerung stand, griff die Gemeinde zu, um mögliche ungewünschte Nutzungen durch Dritte beziehungsweise einen Schandfleck im Ortskern zu verhindern und um stattdessen wieder eine Stätte der Begegnung für die Bevölkerung zu schaffen, erinnerte Ortsbürgermeister Heinz Schneider die zahlreichen Einweihungsgäste an die Historie. Im Zuge einer Dorfmoderation habe sich dann herausgestellt, dass ein Neubau wirtschaftlicher war als eine Komplettsanierung. Und so rückten im Mai 2012 die Abrissbagger an, und im September 2012 startete das Bauvorhaben.

Dank großer Eigenleistung der Bürger und dank der Unterstützung ortsansässiger Firmen konnte der Baupreis um 40 000 bis 50 000 Euro reduziert werden, und die Identifikation der Steinebacher mit ihrem neuen Dorfgemeinschaftshaus war von Anfang an riesig. Dies zeigte sich auch während der Einweihung. Frauenchor, MGV Frohsinn und Gemischter Chor bereicherten das Programm ebenso wie die Kinder und Erzieher des örtlichen Kindergartens. Mitglieder der Feuerwehr und der Kirmesgesellschaft packten bei der Bewirtung und der Unterhaltung der vielen Gäste im multifunktionalen und ansprechend gestalteten neuen Dorfmittelpunkt kräftig mit an.

Martin Fandler demonstrierte mithilfe eines Films noch einmal die einzelnen Etappen auf dem Weg bis zur Fertigstellung, und Projektleiter Friedrich Hachenberg vom Büro Stadt Land plus stellte die Konzeption des Hauses, das sich mit seinem schlicht angelegten Baukörper an der Bauweise der alten Bauernhäuser entlang der Ortsdurchfahrt orientiert, genauer vor. „Während der Umsetzungsphase gab es zwar auch Widerstände und Probleme, aber die grundsätzlich optimistische Grundhaltung der Steinebacher hat zu einem guten Abschluss geführt“, lobte Hachenberg. Zudem sei die Landesförderung unkompliziert bewilligt worden.

Bei den Baumaterialien und bei der Energieversorgung wurde auf den Einsatz nachwachsender, heimischer Rohstoffe geachtet, und auch die Außenanlagen symbolisieren einen engen Bezug zur Kultur- und Wirtschaftsgeschichte der Region. Das Objekt Kunst am Bau, ein Brunnen aus Basaltpfeilern, drückt die Zusammengehörigkeit der Steinebacher Ortsteile aus. Dass das neue Haus die Dorfgemeinschaft weiter stärken wird, darin waren sich die Gastredner MdL Hendrik Hering, Landrat Achim Schwickert und VG-Bürgermeister Peter Klöckner einig. Sie alle betonten, dass der Abriss des alten und der Bau des neuen Hauses die richtige Entscheidung gewesen sei.

Zur Einweihung gab's auch Geschenke, unter anderem eine großformatige Collage von den Teilnehmern eines Straßenfestes im Erlenweg sowie ein selbst gestaltetes Kunstwerk der Kindergartenkinder. Dass alles, was in dem neuen Haus geschieht, unter Gottes Segen stehen möge, darum baten die Pfarrer Oliver Sigle und Marcus Fischer bei der ökumenischen Einsegnung. Der Mensch sei auf Gemeinschaft hin geschaffen, und für Begegnungen brauche es Orte wie dieses Dorfgemeinschaftshaus – in Zeiten der Freude, aber auch der Trauer, wie sich angesichts der schrecklichen Flugzeugkatastrophe in den französischen Alpen zeige. Und so nahmen sich die Steinebacher an diesem für sie eigentlich fröhlichen Tag auch die Zeit, mit einer Schweigeminute der Absturzopfer zu gedenken.

Homepage Hendrik Hering, Ihr Abgeordneter für den Westerwald

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