SPD Rennerod

Mit Erfahrung Zukunft gestalten

Besucher

Besucher:956437
Heute:464
Online:1

Bundesregierung rudert zurück: Umsatzsteuer für Musikschulen – Wer hat’s erfunden?

Veröffentlicht am 09.11.2012 in Pressemitteilung

Keine Umsatzsteuer für private Musikschulen. So die aktuelle Pressemitteilung von Erwin Rüddel, MdB, der damit den Eindruck erweckt, als habe er, seine Partei und seine Regierung dafür gesorgt, endlich Klarheit zu schaffen.

Die Wahrheit ist eine andere. Sabine Bätzing-Lichtenthäler, zuständige Berichterstatterin der SPD-Fraktion im Finanzausschuss des Deutschen Bundestages ist schon sehr verwundert: „Erst schreibt das CDU-geführten Finanzministerium den Vorschlag ins Gesetz rein und dann lässt sich der CDU-Abgeordnete dafür loben, dass auf Drängen der Opposition und der Verbände aus dem Bildungs-und Weiterbildungsbereich im Finanzausschuss diese Regelungen wieder herausgestrichen wurden.", wird die Abgeordnete Bätzing-Lichtenthäler zitiert.

Das Bundesfinanzministerium hatte ursprünglich geplant, die Umsatzsteuerpflicht für Bildungsträger aufgrund des europäischen Rechtsrahmens neu zu regeln. Nach andauernder Proteste der Betroffenen wurden diese Regelungen im Finanzausschuss mit den Stimmen von Sabine Bätzing-Lichtenthäler und der SPD gestrichen.

„Es ist schön, dass Herr Rüddel dies lobt“, so die Abgeordnete weiter, „die Regelung für die Musikschulen ist wichtig, an ihm scheint aber vorbei gegangen zu sein, dass die Volkshochschulen und die Bildungsseminarträger auch getroffen worden wären. Auch für sie ist die Gefahr zunächst beseitigt.“

„Damit verbleibt die Rechtslage vorerst unverändert“, so die Bundestagsabgeordnete. Die Problematik, was Bildungsleistung ist und somit umsatzsteuerbefreit ist, ist damit aber nicht endgültig gelöst. Das Bundesfinanzministerium könnte auf die Idee kommen, Regelungen im Verwaltungswege zu treffen und so den Bundestag zu umgehen, gibt Bätzing-Lichtenthäler ihrer Befürchtung Ausdruck. Sie vertritt die Auffassung, dass eine gesetzliche Regelung für die Betroffenen sicherer gewesen wäre. Außerdem bleibt abzuwarten, wie sich die geltenden Regelungen mit EU-Recht vereinbaren lassen.

„Wir waren in der Absprache mit den Volkshochschulen und den privaten Musik- und Ballettschulen schon sehr weit, um deren Interessen im Gesetzgebungsverfahren zu berücksichtigen. Es wird abzuwarten bleiben, ob schwarz-gelb diese Interessen wahrt“, schließt Bätzing-Lichtenthäler.

Homepage Sabine Bätzing-Lichtenthäler – Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Betzdorf/Kirchen und Staatsministerin in Rheinland-Pfalz

Mitglied werden!

Mitglied werden!

Newsticker

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de