SPD Rennerod

Mit Erfahrung Zukunft gestalten

Besucher

Besucher:956437
Heute:313
Online:10

Flüchtlinge und Ehrenamt – vielfältige Herausforderungen

Veröffentlicht am 12.10.2015 in Fraktion

Gespräch der SPD-Kreistagsfraktion mit dem Arbeitskreis Integration und Asyl Hachenburg

Hachenburg. „Eine unserer wichtigsten Aufgaben angesichts der derzeitigen Flüchtlingssituation ist es, einen Rahmen für Begegnungen zu schaffen, um Ängste abzubauen“, eröffnete Peter Klöckner, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Hachenburg, das Gespräch der SPD-Kreistagsfraktion mit dem überkonfessionellen Arbeitskreis Integration und Asyl. Neben Vertretern des Arbeitskreises wie Dekan Martin Fries und Karin Klein vom Diakonischen Werk waren Verwaltungsmitarbeiter, die in der VG Hachenburg mit der Thematik befasst sind, und Flüchtlinge selbst der Einladung der SPD-Kommunalpolitiker gefolgt.

Mit seinem Hinweis sprach Klöckner durchaus beide Seiten an: Einheimische und Flüchtlinge. Eine bestimmte Tendenz in der derzeitigen politischen Diskussion wecke auch Ängste bei denen, die aufgrund von Krieg und Verfolgung Schutz bei uns suchten, unterstützte Dr. Tanja Machalet MdL und Vorsitzende der SPD-Fraktion, die Aussage.

Ohne die zahlreichen ehrenamtlich Tätigen wäre die derzeitige Situation kaum zu bewältigen, waren sich alle Teilnehmer der Runde einig. Auch wenn die Dimensionen angesichts von z.B. rund 170 Flüchtlingen in einer VG wie Hachenburg mit ihren knapp 25.000 Einwohner sich nicht so dramatisch darstellen, wie manche Politiker konkurrierender Parteien äußern, führte Peter Klöckner aus. Doch auch die Ehrenamtler benötigen Unterstützung. Tanja Machalet begrüßte zwar, dass in der Kreisverwaltung eine halbe Stelle als Ansprechpartner geschaffen wurde. Allerdings könne der Stelleninhaber aufgrund seiner vielfältigen anderen Aufgaben gar nicht die Zeit aufbringen, die eigentlich notwendig wäre.

Sie kündigte daher an, dass die SPD-Kreistagsfraktion einen Leitfaden auflegen wird, der die wichtigsten Fragen der Ehrenamtsarbeit für Flüchtlinge kurz und anschaulich darstellt. „Das ist zumindest ein kleiner Service für all die, die sich vorbildlich in vielfältiger Weise einsetzen“, so Machalet.

Einen entscheidenden Aspekt sprach Karin Klein an. „Die Flüchtlinge brauchen Beschäftigung.“ Da es immer noch eine Reihe von bürokratischen Hürden auf dem Weg in den regulären Arbeitsmarkt gibt, bleiben oft nur gemeinnützige Tätigkeiten. In diesem Zusammenhang wies Hendrik Hering MdL, auf eine der großen Chancen hin, die die Flüchtlinge für unsere Gesellschaft bedeuten. „Viele von denen, die zu uns kommen, bringen Fähigkeiten mit, die wir dringend in Handwerk und Industrie benötigen.“ Gerade angesichts der demografischen Entwicklung müssen wir nach Ansicht von Hering alles daran setzen, uns dieses Potential zu erschließen.

Beeindruckend waren die Schilderungen von zwei Flüchtlingen, die in der VG Hachenburg Aufnahme gefunden haben. Eine davon arbeitet heute selbst als Flüchtlingshelferin in der Verwaltung der VG. „Der Schutz und die Sicherheit, die wir hier in Deutschland gefunden haben, wiegt vieles von dem auf, was uns in unserer Heimat und auf der Flucht hierher widerfahren ist“, betonten beide.

Homepage SPD Westerwald - Die Partei für die Menschen unserer Heimat

Mitglied werden!

Mitglied werden!

Newsticker

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de