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„Forum Soziale Gerechtigkeit“ packt 2010 heiße Eisen an

Veröffentlicht am 02.01.2010 in Fraktion

PROGRAMM VOM PFLEGESTAMMTISCH BIS ZUM AUFSTAND DER UNTERSCHICHT

Die Kommunalpolitik im Westerwald muss sich ebenso wie die Politik in Bund und Land künftig wieder stärker am Grundsatz sozialer Gerechtigkeit ausrichten. Das vor wenigen Wochen von der SPD-Kreistagsfraktion initiierte „Forum Soziale Gerechtigkeit“ will 2010 als offenes Bündnis auf Kreisebene entscheidend dazu beitragen. Gelingen soll dies unter anderem durch monatliche Veranstaltungen bei denen heiße sozialpolitische Eisen angepackt werden.

Mit einer „Sozialen Ideenwerkstatt“ beginnt das Jahresprogramm am 23. Januar im Martin-Luther-Haus in Nordhofen. Alle Westerwälder, die künftig im Forum in irgendeiner Form mitarbeiten wollen, sind dazu willkommen. Gemeinsam sollen sozialpolitische Defizite im Westerwaldkreis aufgezeigt und nach geeigneten Aktionsformen zu deren Beseitigung gesucht werden. Anmeldung ist erforderlich bis zum 20.1.

Antworten auf die Frage, „Wie können mehr Arbeitsplätze für psychisch kranke Menschen im Westerwald geschaffen werden“, sollen am 10. Februar im Cafe Vogelhaus in Montabaur gesucht werden. Mehrere Fachleute werden interessante Projekte und Ideen dazu vorstellen. Bei einem Besuch im Berufsförderungswerk (BFW) Koblenz in Vallendar gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hendrik Hering am 3. März steht die berufliche Neuorientierung junger Menschen im Mittelpunkt. Diese sind häufig nach einem Unfall mit der Folge, dass sie ihren Beruf nicht mehr ausüben können, auf der Suche nach neuen Zukunftschancen die ihnen das BFW bietet.

Am 22. April wird die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer zum 1. Westerwälder Pflegestammtisch in den Westerwald kommen und die Pflegepolitik des Landes erläutern. Aus ihrem vielbeachteten Buch „Aufstand der Unterschicht“ liest die Journalistin Inge Kloepfer im Mai in Westerburg. Dazu passend: Jeder Siebte im Land ist von Armut bedroht. Welche Folgen und politischer Handlungsbedarf sich daraus ergeben, wird in einer gemeinsam Veranstaltung mit der Friedrich-Ebert-Stiftung (wahrscheinlich) am 25. Juni aufgegriffen. Referent ist der Armutsforscher Prof. Dr. Christoph Butterwegge von der Uni Köln. Unmittelbar nach den Sommerferien will das „Forum Soziale Gerechtigkeit“ die Vorstellung eines professionellen Jugendtheaters in einer Schule ermöglichen. Da dies bei einer Veranstaltung zur Shell-Jugendstudie kürzlich in Höhr-Grenzhausen nicht funktioniert hat, will man dabei mit den Jugendlichen über ihre Lebens- und Freizeitsituation im Westerwaldkreis ins Gespräch kommen.

Weitere Infos zum „Forum Soziale Gerechtigkeit“ und Anmeldung zur „Sozialen Ideenwerkstatt“ am 23.1. in Nordhofen bitte beim Forumssprecher Uli Schmidt, Horbach, Tel. 06439/909227 oder per Mail unter uli@kleinkunst-mons-tabor.de

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