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Horrorkreuzung unter der Lupe

Veröffentlicht am 23.05.2011 in Landespolitik

Aus der "Westerwälder Zeitung"
Unfallhäufung Straßenbehörde überprüft Verkehrssituation an L267 und L306 bei Krümmel

Nach mehreren schweren Unfällen innerhalb kurzer Zeit wird die Verkehrssituation an der Kreuzung L267/L306 bei Krümmel untersucht. Hendrik Hering wies den zuständigen Landesbetrieb Mobilität an, eine mögliche Entschärfung des neuralgischen Bereichs zu überprüfen. Es war eine der letzten Amtshandlungen des Hachenburger Politikers als Verkehrsminister, da Hering zukünftig der SPD-Fraktion im Landtag vorstehen wird.
Redakteur Thorsten Ferdinand

Die Ortsbürgermeister der benachbarten Dörfer Krümmel, Sessenhausen und Marienrachdorf hatten um den Termin mit dem Verkehrsminister gebeten. Zudem machte sich Selters Bürgermeister Klaus Müller für eine Entschärfung des Kreuzungsbereichs außerhalb der Ortschaften stark.

Erst vor wenigen Wochen war dort ein 47-jähriger Rollerfahrer tödlich verunglückt. Der Mann war von einem Rettungswagen erfasst worden (die WZ berichtete).

Insgesamt gab es innerhalb weniger Monate sechs schwere Unfälle an der Kreuzung. Im Januar zum Beispiel entstand ein Sachschaden von rund 13.000 Euro, als zwei Autos und ein Schulbus in einen Zusammenstoß verwickelt waren. Damals hatte es zum Glück aber nur Leichtverletzte gegeben. Im Dezember war schon einmal ein Rollerfahrer schwer verunglückt, als er von einem Auto erfasst wurde.

Die Unfallkommission des Westerwaldkreises hat sich die Kreuzung ebenfalls schon angesehen. Als erste Maßnahme sollen nun die Sichtverhältnisse verbessert werden. Hierzu wird nach Angaben von Hendrik Hering die Beschilderung teilweise ausgetauscht. Zudem soll möglicherweise störender Bewuchs entfernt werden.

Ganz einfach ist die Sache allerdings nicht zu klären. Wie der scheidende Verkehrsminister berichtet, hatten die schlimmen Unfälle unterschiedliche Ursachen. Eine unkomplizierte Lösung liegt demnach nicht unbedingt auf der Hand. „Der Landesbetrieb Mobilität wird auch die bauliche Situation überprüfen“, ergänzt Hering abschließend.

Ob danach die Straßenmarkierung verändert oder sogar ein Kreisel gebaut wird, ist derzeit noch offen. Letzteres hatten die Ortsbürgermeister vorgeschlagen. Die Kosten einer solchen Baumaßnahme sind allerdings hoch, und es gibt viele ähnlich gefährliche Stellen im Land. Bürgermeister Klaus Müller jedenfalls versichert, dass auch die Kommunen am Ball bleiben werden. Wenn die ersten Verbesserungen umgesetzt sind, soll es einen neuen Ortstermin geben.

Homepage Hendrik Hering, Ihr Abgeordneter für den Westerwald

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