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Jugend ist nicht „politikfaul“

Veröffentlicht am 19.06.2014 in Pressemitteilung

Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdB stand auf dem 18. Politischen Stammtisch den Jusos im Kreis Altenkirchen Rede und Antwort – Auch Rentenreform der Großen Koaliton war Thema

Wissen/Kreisgebiet. „Politik ist eh Mist – oder?“ Unter diesem Motto stand der 18. Politische Stammtisch des Juso-Kreisverbandes Altenkirchen, zu dem die jungen Sozialdemokraten kürzlich in Wissen geladen hatten. Dabei waren nicht nur zahlreiche Jugendliche und junge Erwachsene aus dem gesamten Kreisgebiet, sondern auch eine prominente Besucherin zu Gast bei den Jusos:  Sabine Bätzing-Lichtenthäler hatte sich gerne bereiterklärt, an der Diskussionsveranstaltung der jungen Genossen teilzunehmen. Die SPD-Bundestagsabgeordnete stand den  Jugendlichen und jungen Erwachsenen Rede und Antwort.

 

Die Themenauswahl war von den Kreis-Jusos bewusst offen gehalten worden. Den Gästen wurde ganz frei die Möglichkeit gegeben, mit der Abgeordneten über die Themen zu sprechen, die ihnen ganz persönlich am Herzen liegen. So kam ein bunter Strauß an Fragen zusammen, von denen Bätzing-Lichtenthäler keine unbeantwortet ließ. Der Vorwurf, dass gerade Jugendlichen oftmals der Zugang zu Politik fehle, wie man aus dem Titel der Veranstaltung hätte erahnen können, konnte sich zumindest an diesem Abend nicht bestätigen: Großes Interesse herrschte nicht nur an europapolitischen Themen, zu denen Bätzing-Lichtenthäler insbesondere als stellvertretende europapolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion Auskunft zu geben wusste. Von der Absenkung des Wahlalters über Datenschutz und Bildungspolitik, für viele Jugendliche ein besonderer Brennpunkt bis hin zur Glaubwürdigkeit von Politikern – kein Aspekt der Politik blieb dabei unberührt.

Reger Diskussionsbedarf bestand von Seiten des Juso-Kreisverbandes Altenkirchen in Bezug auf die Rentenreform der Großen Koalition. Kritik klang hier besonders an der Finanzierung der sogenannten „Mütterrente“ an. „Die Erziehungsleistung von Müttern, egal welcher Generation, besser anzuerkennen, halten wir für gerecht. Das Großziehen von Kindern ist eine schwierige, aber wertvolle Aufgabe, die Respekt verdient“, machten die Kreis-Jusos deutlich. Die Finanzierung aus Rentenbeiträgen sei jedoch grundlegend falsch. „Der Griff in die Sozialkassen stellt eine Belastung für künftige Generationen da“, so die jungen Sozialdemokraten in ihrer Kritik. „Durch die Totalverweigerung der CDU/CSU gegenüber einer Steuerfinanzierung der Mütterrente entsteht eine Gerechtigkeitslücke für die Beitragszahler von morgen.“ Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdB nahm die Kritik gerne auf und stimmte ihr unter Vorbehalten zu: „Die Finanzierung der Mütterrente ist in der Tat in einer Form generationenungerecht, die nur bedingt zu verantworten ist. Die Union ist aufgerufen, in der Großen Koalition mit der SPD über ein zukunftsfähiges Finanzierungskonzept Gedanken zu machen. Allerdings: Für die jetzige Legislaturperiode gilt der von einer breiten Basis in der SPD mitgetragene Koalitionsvertrag.“ Die Bundestagsabgeordnete ermunterte die Jusos im Kreis Altenkirchen, nicht nur die Arbeit der Großen Koalition weiterhin aufmerksam zu betrachten, sondern auch die erfolgreiche Reihe der „Politischen Stammtische“ fortzusetzen und versprach: „Gerne komme ich wieder!“ 

Homepage Sabine Bätzing-Lichtenthäler – Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Betzdorf/Kirchen und Staatsministerin in Rheinland-Pfalz

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