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Keine Sonderregel für FOC

Veröffentlicht am 22.12.2013 in Kommunales

Bei einem Meinungsaustausch von Westerwälder Gewerbevereinen mit den SPD-Landtagsabgeordneten wurde die Situation des Facheinzelhandels beleuchtet und die aktuelle Diskussion um beantragte Sonntagsöffnungen im FOC erörtert. Eine erweiterte Sonntagsöffnung für das im Bau befindliche FOC würde eine nicht verantwortbare Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der Innenstadtlagen darstellen, erklärte der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Hendrik Hering. Der konstruktive Gedankenaustausch soll in regelmäßigen Abstanden seine Fortsetzung finden, so die Meinung der Anwesenden.

„Generell sind wir natürlich nicht begeistert, dass ein FOC mehr oder weniger vor unserer Haustüre öffnen wird. Die Einrichtung des FOC wird sicherlich auch bei uns die Umsatzentwicklung negativ beeinflussen - zumindest in der Anfangszeit. Wir sehen jedoch den Vertriebskanal FOC als einen sich etablierenden Zweig an, den man nicht verhindern kann.

Durch aktuelle Sortimente und ständige Anpassungen in den Einzelhandelsgeschäften werde wir uns sicherlich auch neben dem geplanten FOC in Montabaur weiterentwickeln können.“ Mit dieser Haltung gingen die Mehrzahl der Gewerbevereine und Werberinge des Westerwaldkreises in das Gespräch, zu dem der Westerwälder Abgeordnete Hering sie und Vertreter der IHK nach Montabaur geladen hatte. „Gemeinsam mit meiner Fraktionskollegin Dr. Tanja Machalet wollte ich einen Eindruck gewinnen, wie der Einzelhandel in den Städten unserer Heimat zum FOC und zu den beantragten erweiterten Öffnungszeiten an Sonntagen steht“, erläuterte Hendrik Hering seine Intention des Treffens.

Sofern das FOC in Montabaur eine Ausnahme-Regelung in Sachen Sonntagsöffnung erhalten sollte, entsteht in den Augen der Einzelhändler eine gravierende Wettbewerbsverzerrung für die ganze Region. Aus Erfahrung werden gerade an Sonntagen wesentlich höhere Umsätze als zu den normalen Öffnungszeiten erzielt. Dies wird mit Sicherheit auch im FOC so sein. Ein Großteil der Sonntagsumsätze die dann dort getätigt werden, fehlen der ganzen Region - mit all Ihren negativen Auswirkungen. Die anwesenden Vertreter der Gewerbevereine waren sich einig in der Einschätzung, dass es unter diesen Voraussetzungen mit Sicherheit im textilen Einzelhandel zu Entlassungen bzw. Firmenaufgaben kommen würde.

Hering, dem der Einzelhandel in den Innenstädten sehr am Herzen liegt, konnte diese schwerwiegenden Bedenken gut nachvollziehen und wusste von den Gewerkschaften und den Kirchen zu berichten, dass auch diese sich massiv gegen zusätzliche Sonntage, an denen das FOC öffnen möchte, aussprechen.

„Wir mussten feststellen, dass der „Online-Handel“, unseren innerstädtischen Einzelhändlern stark zu schaffen macht. Wenn diesen Geschäften auch noch von der FOC-Seite Gefahr droht, durch erweiterte Öffnungszeiten Umsatz zu verlieren, werden das nicht alle innerstädtischen Läden überleben können“, bilanziert Hering das intensiv geführte Fachgespräch mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gewerbevereine.

„Was das in Sachen Laden-Leerstand in unseren Städten bedeuten kann, ist leicht auszumalen. Auf der einen Seite fördern wir von der Politik das Leben in attraktiven Städten mit allem was dazu gehört – sicherlich auch mit hohem finanziellen Aufwand, auf der anderen Seite würden wir durch eine massive Bevorzugung eines FOC auf der grünen Wiese unsere Bemühungen, unsere Innenstädte attraktiver zu gestalten, torpedieren. Für meine Kollegin Dr. Machalet und mich wurde heute überdeutlich, dass es nicht zu Sondergenehmigungen über die in Rheinland-Pfalz erlaubten vier Sonntage im Jahr kommen darf. Mit dieser Erkenntnis aus dem Gespräch werden wir uns in Mainz dafür einsetzen, dass für das FOC Montabaur die gleichen Regeln gelten, wie für alle Geschäfte in unserer heimischen Westerwaldregion“, bemerkte MdL Hering, der in Mainz Vorsitzender der SPD-Landtagsfraktion ist, abschließend.
 

Homepage Hendrik Hering, Ihr Abgeordneter für den Westerwald

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