SPD Rennerod

Mit Erfahrung Zukunft gestalten

Besucher

Besucher:956437
Heute:251
Online:1

Krankenhausreform: Patienten müssen im Mittelpunkt stehen

Veröffentlicht am 17.06.2013 in Pressemitteilung

Bätzing-Lichtenthäler sprach mit Trägern der DRK-Krankenhäuser Süd-West – SPD will Krankenhäusern unter die Arme greifen

„Es besteht eindeutig Reformbedarf!“, stellt Sabine Bätzing-Lichtenthäler, MdB fest. Sie hatte Vertreter der DRK-Krankenhäuser eingeladen, um den Stand der Dinge aus erster Hand in Erfahrung zu bringen. Die Abgeordnete zeigt sich besorgt über die zunehmend schwierige wirtschaftliche Situation der Krankenhäuser – auch in ihren Heimatkreisen Neuwied und Altenkirchen. „Wir müssen aufpassen, dass unsere Krankenhäuser nicht in eine finanzielle Schieflage geraten.“ Sie sehe Anlass, einige grundlegende Veränderungen bei der Finanzierung der Krankenhäuser in Angriff zu nehmen.

Der Gesundheitsfonds verzeichnet Überschüsse in Milliardenhöhe, die Kassen der gesetzlichen Krankversicherungen sind bis zum Rand gefüllt – und dennoch spitzt sich die Finanzlage bei vielen Krankenhäusern weiter zu. Wie passt das zusammen?

Um diese und andere Fragen zu klären, waren nun Geschäftsführer Bernd Decker und Prokurist Frank Litterst der DRK-Trägergesellschaft Süd-West, die für die DRK-Krankenhäuser in den Landkreisen Neuwied und Altenkirchen zuständig ist, zu Gast bei der rheinland-pfälzischen Landesgruppe der SPD-Bundestagsfraktion.

Die DRK-Trägergesellschaft Süd-West sieht die Ursache für die zunehmend schwierige wirtschaftliche Lage der Krankenhäuser vor allem in dem aktuellen pauschalen Vergütungssystem. Die Entwicklung von Personal- und Energiekosten, der stetig steigende Bedarf, vor allem in der Pflege, und die gesetzlich vorgeschrieben Mindestbesetzung seien durch die Fallpauschalen nicht gedeckt. Dadurch entstünden für die Krankenhäuser erhebliche Finanzierungslücken.

Hier möchte die SPD-Bundestagsfraktion ansetzen und einen bundeseinheitlichen Sicherstellungszuschlag einführen, der die Versorgungssicherheit der Bevölkerung durch die Krankenhäuser gewährleisten soll. Eine optimale medizinische Versorgung müsse absolute Priorität genießen.

„Leider“, so Bätzing-Lichtenthäler, „waren die schwarz-gelben Jahre auch hier verlorene Jahre.“ Union und FDP hätten es in vier Jahren Regierungsverantwortung und schwarz-gelber Gesundheitspolitik versäumt, die Krankenhäuser wieder auf sichere Füße zu stellen. „Die medizinische Versorgung ist eine essentielle Aufgabe der öffentlichen Daseinsvorsorge. Dafür brauchen wir endlich wieder ein sicheres, tragfähiges, finanzielles Fundament!“, fordert die SPD-Politikerin.

So sieht es auch die SPD-Bundestagsfraktion. Die Sozialdemokraten haben bereits im März ein umfangreiches Positionspapier vorgelegt und machen eindeutige Vorschläge zu Reform der Krankenhausfinanzierung.

Ebenfalls im Sinne der Patienten ist der Vorschlag, die Qualitätssicherung und Qualitätsmessung, unter anderem auch die Qualitätsberichte der Krankenhäuser, weiterzuentwickeln und transparenter zu machen. Bei einer Einweisung sollen den Patienten die Qualitätsdaten des jeweiligen Krankenhauses vorgelegt werden. Zukünftig möchte man jene Häuser gezielt bezuschussen, die besonders gute Qualität, zum Beispiel in der Hygiene, vorweisen. Schlechte Qualitätsdaten müssten zu einer Überprüfung führen.

Generell möchte man die Patientenrechte stärken: So wollen die Sozialdemokraten auch einen verbindlichen Anspruch auf ein Zweitmeinungsverfahren bei planbaren Operationen, Sicherheits-Checklisten und Patientenbriefe einführen, die die Behandlungen in einem Krankenhaus für die Patientinnen und Patienten durchsichtiger machen sollen. Weiter sollen Patienten spätestens drei Tage vor ihrer Entlassung klar darüber informiert sein, welche Behandlungen sie womöglich im Anschluss an den Krankenhausaufenthalt benötigen – eventuell erforderliche Anträge müssen dann bereits gestellt sein.

Um die Krankenhausversorgung im Zuge des demografischen Wandels sicherstellen zu können, möchte man auch gerade im Bereich der Pflege neue Wege gehen und die Attraktivität der Gesundheitsberufe für die junge Generation erhöhen.

Für ländliche Regionen soll die sektorübergreifende Versorgungsplanung weiterentwickelt werden. Dies begrüßte Sabine Bätzing-Lichtenthäler besonders: „Das würde auch die medizinische Versorgung in unserer Region ein Stück weit zukunftsfester machen.“

Homepage Sabine Bätzing-Lichtenthäler – Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Betzdorf/Kirchen und Staatsministerin in Rheinland-Pfalz

Mitglied werden!

Mitglied werden!

Newsticker

03.05.2026 15:23 Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit
Tag der Pressefreiheit: Wir schützen Journalist:innen und stärken die Medienvielfalt. Martin Rabanus, kultur- und medienpolitischer Sprecher: Am Tag der Pressefreiheit zeichnet sich eine desolate Entwicklung für Journalist:innen weltweit ab. Die SPD-Bundestagsfraktion fordert deshalb konsequenten Schutz und eine Digitalsteuer, die den Medienstandort Deutschland und Europa sichert. „Am Tag der Pressefreiheit geht es um mehr als um… Martin Rabanus zum Tag der Pressefreiheit weiterlesen

01.05.2026 15:23 Armand Zorn zum Tankrabatt
Wir entlasten schnell und spürbar Über die befristete Senkung der Energiesteuer ist es möglich, sehr schnell jene spürbar zu unterstützen, die es dringend brauchen. Jetzt kommt es darauf an, dass die Mineralölkonzerne die Steuersenkung an die Verbraucher:innen weitergeben und die Preise entsprechend senken. Mit der weiteren Schärfung des Kartellrechts muss rasch der dritte Teil unseres… Armand Zorn zum Tankrabatt weiterlesen

27.04.2026 15:26 Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften
Die SPD ruft zur Teilnahme an den diesjährigen Kundgebungen des DGB zum Tag der Arbeit am 1. Mai auf. Ganz im Sinne des diesjährigen Mottos „#GEMA1NSAM – Für gute Arbeit“ kämpft die SPD an der Seite der Gewerkschaften für eine Entlastung der Beschäftigten und eine sichere Rente, für mehr Tarifbindung, einen höheren Mindestlohn und eine… Zum Tag der Arbeit: SPD-Spitze an der Seite der Gewerkschaften weiterlesen

30.03.2026 18:07 Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken
Eine verlängerte Nutzung von Kohlekraftwerken nach 2038 wäre weder notwendig noch sinnvoll Die Erneuerbaren sind die sauberste, sicherste und kostengünstigste Form der Erzeugung.  Es bedarf allerdings nun auch des entschlossenen Willens der Koalition und der federführenden Bundeswirtschaftsministerin, die gesetzlichen Hebel weiter auf eine systemische Umstellung zur Nutzung Erneuerbarer Energien zu stellen. „Eine verlängerte Nutzung von… Nina Scheer zur Reaktivierung von Kohlekraftwerken weiterlesen

25.03.2026 17:51 Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm
67 Maßnahmen, sieben Ministerien, ein Klimaschutzprogramm Die aktuelle Weltlage mit Konflikten, die sich massiv auf unsere Energieversorgung auswirken, zeigt eindeutig: Wir müssen schnell unabhängig von fossilen Energieträgern werden. Das heute von Bundesumweltminister Carsten Schneider vorgelegte Klimaschutzprogramm zeigt einen fairen Weg zur Erreichung der Klimaziele 2030 sowie für mehr Versorgungssicherheit auf. „Dieses Klimaschutzprogramm ist für die… Jakob Blankenburg zum Klimaschutzprogramm weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de