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Krankenhausstandorte für die Zukunft fit machen

Veröffentlicht am 23.04.2013 in Pressemitteilung

Sabine Bätzing-Lichtenthäler zu Gast beim DRK

Kürzlich fand auf Einladung des DRK ein Gespräch mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler zur Zukunft der Krankenhausversorgung im Kreis Neuwied und Altenkirchen statt. „Die Krankenhäuser stellen ein wichtiges Element zur Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum dar“, erklärt die SPD-Politikerin. Gemeinsam mit Frank Litterst (Prokurist), Klaus Schmidt, Ernst Sonntag und Günter Bartels (kaufmännische Direktoren der DRK-Krankenhäuser Kirchen, Neuwied und Altenkirchen-Hachenburg) diskutierte die Politikerin über die derzeitige Situation der Häuser.

Frank Litterst machte der Politikerin in seinen Erläuterungen deutlich, dass 2011 bundesweit jedes dritte Krankenhaus in den roten Zahlen gewesen sei – unabhängig vom Träger. „Es wird deutlich, dass die Krankenhausfinanzierung dringend neu ausgerichtet werden muss, sonst bekommen wir vor allem in den ländlichen Räumen Probleme“, so Bätzing-Lichtenthäler. Gerade kleine und mittlere Häuser stünden vor großen Herausforderungen.

In einem Punkt widersprachen die Krankenhaus-Experten unisono der derzeitigen Berichterstattung. Vielfach wurde gemeldet, dass in Krankenhäusern unnötige Operationen durchgeführt würden. „Es wird hier der Eindruck erweckt als würde das auf einen Großteil der Operationen zutreffen“, ärgert sich Litterst. Dabei müssten die Krankenhäuser diese Eingriffe grundsätzlich begründen und müssten in einem zweiten Schritt auch einer unabhängigen Prüfung durch die Krankenkassen, die für die Operationskosten aufkommen, standhalten. „Einfach mal so jemanden operieren ohne jedoch eine medizinische Notwendigkeit zu haben, geht nicht“, erläutert Litterst.

„Konnten bisher die nicht refinanzierten Tarifsteigerungen über die Ausschöpfung von Wirtschaftlichkeitsreserven bzw. Effizienzsteigerungen annähernd aufgefangen werden, ist dies seit zwei Jahren nicht mehr möglich.“ machte Klaus Schmidt (kaufmännischer Direktor des Kirchener Krankenhauses) als weiteres Problem vieler Krankenhäuser deutlich.

Für die DRK-Krankenhausträgergesellschaft Südwest formulierte Litterst die zentralen Forderungen an die Politik: (1) Die Krankenhäuser müssten einen Ausgleich für die Tarifsteigerungen erhalten. (2) Die Abschaffung des Mehrleistungsabschlages. (3) Die Krankenhausfinanzierung muss sich stärker an der realen Kostenentwicklung orientieren.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler nimmt die Sorgen des Krankenhaus-Trägers sehr ernst. Hierzu will die SPD-Politikerin die DRK-Verantwortlichen nach Berlin einladen, um in der SPD-Landesgruppe Rheinland-Pfalz über die Situation der DRK-Häuser im Land zu informieren. Da das DRK aber nicht alleine Träger von Häusern sei, müsse man mit allen einen entsprechenden Dialog aufbauen, um auch künftig über starke Standorte zu verfügen.

Homepage Sabine Bätzing-Lichtenthäler – Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Betzdorf/Kirchen und Staatsministerin in Rheinland-Pfalz

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