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Machalet/Anklam-Trapp: Gute Arbeit - Gesunde Arbeit

Veröffentlicht am 20.09.2013 in Pressemitteilung

„Unter Guter Arbeit verstehen wir als SPD-Landtagsfraktion Arbeit, die mit Anerkennung, guter Bezahlung, unter Berücksichtigung der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns, und fairen Arbeitszeiten verbunden ist. Gute Arbeit wirkt sich gesundheitsfördernd auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus“, erklären Kathrin Anklam-Trapp, gesundheitspolitische Sprecherin und Dr. Tanja Machalet, arbeitsmarktpolitische Sprecherin. Laut „Stressreport 2012“ leiden 43 % der Beschäftigten unter wachsendem Stress, einer zunehmenden Arbeitsverdichtung und einem erhöhten Konkurrenzdruck. Der Einsatz neuer Medien birgt ein weiteres Gesundheitsrisiko für die Beschäftigten. „Nicht zu vergessen ist die Situation von Menschen, die in Erwerbslosigkeit verharren. Der Risikofaktor von arbeitslosen Menschen psychisch zu erkranken, ist doppelt so hoch wie bei Erwerbstätigen“, erläutert Anklam-Trapp. Die gesundheitlichen Folgen der zunehmenden psychischen Belastung am Arbeitsplatz sind vielfältig: Depression, Burnouts und Herzinfarkte nehmen stark zu. Nach einer Studie der Betriebskrankenkassen von 2009 entstehen in Deutschland durch arbeitsbedingte psychische Belastungen, volkswirtschaftliche Kosten in Höhe von 6,3 Mrd. Euro. Laut eines aktuellen Gesundheitsreports lagen im Jahr 2012 die psychischen Erkrankungen bei den Fehltagen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf Platz 2.

„Wir haben den Handlungsbedarf erkannt. Arbeitslosigkeit und berufliche Perspektivlosigkeit machen ebenso krank wie schlechte Arbeitsbedingungen. Für gute Arbeit brauchen wir eine humane Arbeitskultur. Denn gute und gesunde Arbeit muss über die Zeitspanne eines gesamten Arbeitslebens möglich sein. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, im Dialog mit Arbeitgebern, Gewerkschaften, den Krankenkassen und der Landeszentrale für Gesundheit, das betriebliche Gesundheitsmanagement und die Gesundheitsförderung wissenschaftlich zu begleiten, um weiterführende Konzepte zu entwickeln und zu erproben“, so Anklam-Trapp.

„Über den Bundesrat wollen wir uns weiter für ein Bundespräventionsgesetz und für die Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns einsetzen, damit gute Arbeit auch gut bezahlt wird und Menschen von dem, was sie verdienen, leben können. Zudem setzen wir uns weiterhin gegen den Missbrauch von Werkverträgen und Leiharbeit ein. Damit Menschen ihre Lebensplanung und ein eigenverantwortliches Gesundheitsverhalten entwickeln können, braucht man wirtschaftliche Sicherheit und gesellschaftliche Teilhabe“, bekräftigt Machalet.
 

Homepage Dr. Tanja Machalet, MdL für den Wahlkreis 6 (Montabaur)

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