SPD Rennerod

Mit Erfahrung Zukunft gestalten

Besucher

Besucher:956437
Heute:338
Online:3

Planungen schreiten voran: Raumplan des neuen Krankenhauses wird geprüft

Veröffentlicht am 04.02.2021 in Pressemitteilung

Sozialdemokraten zeigen sich irritiert über erneute Standortdebatte durch Politiker der CDU

„Die Planungen für das neue Krankenhaus in Müschenbach schreiten zügig voran. Aktuell ist das Raumkonzept für das Haus aufgestellt und vom Deutschen Roten Kreuz im Ministerium eingereicht worden und wird dort gerade geprüft. Damit ist ein nächster wichtiger Schritt auf dem Weg zum Baubeginn erreicht.“ Diese Information brachte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler mit aus Mainz zu einem gemeinsamen Ortstermin mit dem Westerwälder Landtagsabgeordneten Hendrik Hering und der Ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde Hachenburg und Bürgermeisterkandidatin, Gabriele Greis. Sie dankte ausdrücklich dem SPD-Abgeordneten Hering, der Verbandsgemeinde mit Peter Klöckner und der Ortsgemeinde Müschenbach mit ihrer Bürgermeisterin und der Bürgerschaft, da durch deren geballter Unterstützung es möglich wurde, zügig mit den Grundstückseigentümern zu einem schnellen Abschluss zu kommen. „Nur durch diese einmütige Unterstützung konnte es gelingen, die Verkäufe so schnell abzuschließen“, sagte Bätzing-Lichtenthäler im Gespräch mit den beiden örtlichen Politikern.

Verärgert zeigen sich die Sozialdemokraten beider Kreise über die jüngsten Äußerungen aus der CDU, die wiederholt das neue Krankenhaus in Frage stellen.

„Die „Einhauslösung“ – das heißt die Zusammenlegung der Krankenhäuser in Altenkirchen und Hachenburg am neuen Standort in Müschenbach – ist ein großer Schritt nach vorn in Sachen Gesundheitsversorgung im nördlichen Westerwald und im Kreis Altenkirchen“, sagte der SPD-Landtagsabgeordneter Hendrik Hering.

„Seitens der Beschäftigten aber auch seitens der Krankenhausleitung wird das neue Haus als deutlicher Gewinn betrachtet. Gerade in Zeiten der Pandemie zeigt sich, wie hilfreich es wäre, auf Doppelvorhaltungen – wie zum Beispiel im Hinblick auf Isolierstationen – verzichten zu können und stattdessen Kräfte zu bündeln“, kann Gabriele Greis aus ihren Gesprächen mit der Geschäftsführung und der Betriebsratsvorsitzenden Hachenburg ergänzen.

Hinzu kommt, dass eines der größten Probleme in der Zukunft das fehlende Personal sein wird. Zum einen werden nicht genügend neue Kräfte ausgebildet, da nicht ausreichend junge Menschen sich für Berufe in der Pflege interessieren und zum anderen ist bereits jetzt absehbar, dass innerhalb eines überschaubaren Zeitkorridors aufgrund der vorhandenen Altersstruktur Kräfte wegfallen werden.

„Niemand in politischer Verantwortung stellt die Krankenhäuser in unserer Region in Frage. Im Gegenteil: Mit der seit 2019 geltenden Krankenhausplanung wurden nicht nur sämtliche Abteilungen in Selters sowie Dierdorf in ihrer Bestandskraft bestätigt, sondern für den Standort Dierdorf der Versorgungsauftrag mit einer zusätzlichen Inneren Abteilung erweitert ausgesprochen.  Nur Politiker der CDU, die in unverantwortlicher Weise durch in Presseverlautbarungen die Menschen der Region, die Träger der Häuser und nicht zuletzt die Beschäftigten damit verunsichern“, zeigt sich der SPD-Kreisvorsitzende Hendrik Hering sichtlich verärgert.

Fast schon unverschämt ist in dem Zusammenhang, so Bätzing-Lichtenthäler, dass das Krankenhaus Kirchen immer wieder in die Diskussion einbezogen wird und die CDU glaubhaft machen will, das Kirchener Haus wäre nicht gesichert. Das Gegenteil ist der Fall und die CDU sollte die Fakten endlich anerkennen. „Hier wird auf dem Rücken der Beschäftigten und der Bevölkerung gnadenlos Wahlkampf gemacht. Man spielt nicht mit den Ängsten und Sorgen der Menschen“, formuliert die Landtagsabgeordnete Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

„Ich kann die CDU nur auffordern, in ihren Reihen ihre Haltung zum neuen Krankenhaus zu klären und sich nicht nur als „Retter“ der Häuser in Dierdorf,  Selters und Kirchen aufzuspielen, sondern sich auch eindeutig zum neuen Standort in Müschenbach zu bekennen. Die Sozialdemokraten im Land und in den beteiligten Kreisen sprechen mit einer Stimme und stehen eindeutig zu diesem neuen Haus, aber auch zu allen anderen Häusern, denn sie sind alle wichtig, um eine gute Krankenhausversorgung zu sichern. Es ist doch grotesk: da plant das Deutsche Rote Kreuz ein neues, modernes und leistungsfähiges Krankenhaus und vor Ort versuchen einige wenige Unverbesserliche durch ständige Kritteleien das Projekt schlecht zu reden“, so der SPD-Politiker weiter.

„Wir erinnern an dieser Stelle gern an die SPD-Initiative, eine ständige Gesundheitskonferenz im Westerwaldkreis einzurichten. Die jetzt wieder auftretende Verunsicherung durch die von CDU-Politikern angezettelte Debatte um das neue Krankenhaus und die Standorte in Selters und Dierdorf hätte vermieden werden können, wenn die von der Sozialdemokratie beantragte ständige Abstimmung unter allen im Gesundheitswesen im Kreis Beteiligten geben würde“, fügt die SPD Gesundheitspolitikerin und kommissarische Vorsitzende der Kreistagsfraktion, Dr. Tanja Machalet hinzu.

Abschließend stellt Gabriele Greis fest: „In Zeiten, in denen vielerorts Krankenhäuser schließen, ist es ein tolles Signal, dass in der Verbandsgemeinde Hachenburg das Gegenteil – nämlich ein Neubau – geplant ist. Das spricht dafür, dass wir auf einem guten Weg sind und auch das Deutsche Rote Kreuz und das Land Rehinland-Pfalz es für sinnvoll halten, den Standort hier im nördlichen Rheinland-Pfalz zu stärken.“

Homepage Hendrik Hering, Ihr Abgeordneter für den Westerwald

Mitglied werden!

Mitglied werden!

Newsticker

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de