Als Sabine Bätzing-Lichtenthäler 2002 in den Deutschen Bundestag einzog, dauerte es nicht lange, als die ersten Briefe und E-Mails ankamen, die sich mit der Bahnlärm-Problematik beschäftigten.
| Besucher: | 956437 |
| Heute: | 2 |
| Online: | 2 |
Als Sabine Bätzing-Lichtenthäler 2002 in den Deutschen Bundestag einzog, dauerte es nicht lange, als die ersten Briefe und E-Mails ankamen, die sich mit der Bahnlärm-Problematik beschäftigten.
Seitdem sind mehrere Aktenordner im Büro der SPD-Bundestagsabgeordneten gefüllt worden. Das Thema berührt die Menschen am Rhein. „Ich kann den Unmut der Anlieger sehr gut nachvollziehen. Bahnlärm ist gesundheitsgefährdend und nervt“, so Bätzing-Lichtenthäler. Oft wird die Frage gestellt, warum die Politik nichts tut. „Eine solche Betrachtung wäre einseitig und falsch“, erwidert die SPD-Politikerin auf solche Hinweise.
Bereits 1998 und 1999 hat die damalige rot-grüne Bundesregierung erstmals ein Lärmsanierungsprogramm aufgelegt – mit einem Umfang von 50 Mio. Euro. Hier war vor allem Druck der Bürgerinnen und Bürger entscheidend. Wären nicht unzählige Beschwerden beim Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages eingegangen, hätte sich das Parlament nicht oder nur kaum damit beschäftigt. Auch wenn die Mittel im Lärmsanierungsprogramm später verdoppelt wurden, reicht das noch lange nicht aus, um den Anliegen der Menschen im Rheintal gerecht zu werden. Zu Recht verlangen sie, dass der Lärm ursächlich bekämpft wird, eben da, wo er entsteht. So sieht das auch die Abgeordnete Bätzing-Lichtenthäler: „Mit einfachen Worten: die Waggons müssen leiser werden und zwar deutlich!“.
Technisch ist das möglich. Die Umrüstung auf die sog. K-Sohle (Komposit-Bremssohle) ist jedoch sehr aufwändig und kostet viel Geld. Alternativ könnte auch die sog. LL-Sohle (low-low-Sohle) verwendet werden. Die Umrüstung würde nur etwa die Hälfte kosten (im Vergleich zur K-Sohle) und wäre gleich effektiv. Hier ergibt sich zurzeit noch ein anderes Problem: die LL-Sohle ist bislang nicht zugelassen.
Von 2010 bis 2012 fuhr der EuropeTrain durch ganz Europa, um die LL-Sohle auf „Herz und Nieren“ zu testen. Die ersten Ergebnisse liegen vor. „Wenn die Zulassung 2013 erfolgen würde, wäre das phänomenal und die Umrüstung könnte zügig beginnen“, schildert Bätzing-Lichtenthäler. Die Schweizer, die vom Bahnlärm ähnlich betroffen sind, haben auch die Umrüstung forciert – allerdings auf die K-Sohle. Dort wollte man offenbar nicht auf die Zulassung der LL-Sohle warten.
Erst kürzlich beschäftigte sich der Deutsche Bundestag erneut mit dem Thema „Schienenlärm“. Die schwarz-gelbe Regierungskoalition hatte einen Antrag mit dem Titel „Schienenlärm wirksam reduzieren – Schienengüterverkehr nachhaltig gestalten“ (Drucksache: 17/10780) eingebracht. Wichtig für das Rheintal ist vor allem die Absicht zur Abschaffung des Schienenbonus. Diesen will die Regierungskoalition auch für bestehende Eisenbahnstrecken abschaffen. Allein der Zeitpunkt ist unklar. Schwarz-gelb will den Schienenbonus erst mit der Änderung des nächsten Bundesschienenwegeausbaugesetzes umsetzen. Die Novellierung dieses Gesetzes erfolgt in der Regel nach der Aufstellung des Bundesverkehrswegeplans. Letzteres ist für das Jahr 2015 geplant. „Vor 2016 oder 2017 wird also nichts mit der Abschaffung des Schienenbonus“, so Bätzing-Lichtenthäler. Die SPD-Bundestagsfraktion hatte in diesem Zusammenhang einen deutlich früheren Zeitpunkt favorisiert.
„Alles in allem wird 2013 ein spannendes, aber auch wichtiges Jahr in Sachen ‚Bahnlärm‘“, fasst Bätzing-Lichtenthäler zusammen und fügt abschließend hinzu: „Es ist wichtig, dass die Region zusammenhält!“
03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen
23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen
20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen
18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen
18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen
Ein Service von info.websozis.de