SPD Rennerod

Mit Erfahrung Zukunft gestalten

Besucher

Besucher:956437
Heute:336
Online:1

SPD: Schullandschaft im Westerwald gleicht Ödland

Veröffentlicht am 10.07.2007 in Pressemitteilung

Chancengleichheit wird zur Farce, Landrat und CDU haben kein Konzept

„Das in der Kreistagssitzung verabschiedete Papier zur Schullandschaft Westerwald ist nur eine Bestandsaufnahme. Die qualitativen Herausforderungen werden völlig vernachlässigt!“ Zu dieser Einschätzung der bildungspolitischen Situation im Westerwald kommt die Leiterin der SPD-Arbeitsgruppe Demographischer Wandel und stellvertretende Kreisvorsitzende Dr. Tanja Machalet. „Das Papier gibt dem Land die Schuld für hausgemachte Probleme und betrachtet Bildung nur als Kostenfaktor.“

Gerade unter den Herausforderungen des Demographischen Wandels ist es nach Meinung der SPD unerlässlich, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass allen Kindern der Zugang zu höheren Bildungswegen eröffnet wird. „Wir können es uns nicht leisten, im landesweiten Vergleich im unteren Bereich zu liegen,“ so Machalet weiter. Nach den Zahlen des Statistischen Landesamtes liegt der Westerwalkreis bei der Zahl der Schüler an Gymnasien und Gesamtschulen landesweit mit 23% an vorletzter Stelle; Spitzenreiter ist der Landkreis Kaiserslautern mit 38,8%. Die beruflichen Gymnasien böten zwar eine Möglichkeit, auch nach dem Realschulabschluss noch das Abitur zu machen, allerdings seien hier die Plätze stark begrenzt und es gebe lange Wartelisten, die viele Jugendliche völlig demotivierten und die dann auf den ebenfalls engen Ausbildungsstellenmarkt drängten. Dadurch würde die Suche nach einem Ausbildungsplatz für Hauptschüler noch schwieriger.

Bestätigt sehen die Sozialdemokraten ihre Kritik durch den jüngst veröffentlichten Offenen Brief des Gymnasiums Bad Marienberg an die Kreistagsmitglieder (WZ vom 29.06.07).
„Wenn die CDU in einer Kreistagssitzung öffentlich äußert, dass Kinder zur Hauptschule geprügelt werden müssten, zeigt sie ein völlig antiquiertes, auf Elitenbildung ausgerichtetes Bildungsverständnis. Das hat mit Chancengleichheit nichts zu tun und spricht Eltern das Recht ab, für ihre Kinder den bestmöglichen Ausbildungsweg zu wählen,“ meint Machalet.

Die SPD fordert weiterhin, dass der Kreis endlich einen Schulentwicklungsplan vorlegt, der sich auch qualitativ mit der Bildungssituation im Westerwald auseinandersetzt und aufzeigt, wohin die Reise gehen soll. Als Vorbild führt sie den Plan des Landkreises Mainz-Bingen an. Für den Herbst dieses Jahres und das nächste Frühjahr plant die SPD mehrere Veranstaltungen zur Bildungssituation im Westerwald, bei denen sich Eltern, Lehrer und Schüler zu ihren Vorstellungen äußern können.

„Die Kinder im Westerwald sind nicht dümmer als im Rest des Landes. Wir wollen dafür sorgen, dass sie nicht aufgrund fehlender Zugänge dümmer gehalten werden!“ so Machalet abschließend.

Homepage SPD Westerwald - Die Partei für die Menschen unserer Heimat

Mitglied werden!

Mitglied werden!

Newsticker

14.09.2026 17:56 Zollkodex
Jeden Tag kommen Millionen Kleinsendungen aus Drittstaaten in die EU. Die enorme Menge erschwert wirksame Kontrollen erheblich. Allein im Jahr 2024 wurden 4,6 Milliarden Pakete mit einem Warenwert von weniger als 150 Euro in die EU eingeführt – 91 Prozent davon über chinesische E-Commerce-Plattformen. Das sind mehr als doppelt so viele wie noch 2023, als… Zollkodex weiterlesen

14.09.2026 17:54 Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise
Regulatorischer Spritpreisdeckel zur Entlastung von Verbraucherinnen und Verbrauchern Die steigenden Spritpreise sorgen erneut für Belastungen bei Verbraucherinnen und Verbrauchern. Angesichts der Tatsache, dass die Preise an den Zapfsäulen auch jetzt wieder stärker und schneller gestiegen sind, als der Ölpreis und die Verarbeitungs- und Transportkosten es zu rechtfertigen vermuten, fordern wir erneut einen regulatorischen Spritpreisdeckel zur… Armand Zorn zur aktuellen Lage der Spritpreise weiterlesen

14.09.2026 17:53 Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland
Schließung deutscher Goethe-Institute in Russland ist großer Fehler Nancy Faeser, zuständige Berichterstatterin: Seit dem 13.09.2026 schließt Russland die Goethe-Institute in Moskau, St. Petersburg und Jekaterinburg. Die SPD-Bundestagsfraktion kritisiert die Entscheidung als schweren Rückschlag für den kulturellen und gesellschaftlichen Austausch. Die Institute stärken die Verbindungen zwischen Deutschland und der russischen Zivilgesellschaft über Regierungen hinaus. „Die Schließung der… Nancy Faeser zur Schließung der Goethe-Institute in Russland weiterlesen

04.09.2026 17:57 Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026
Beschlusspapiere Klausur der SPD-Bundestagsfraktion am 03./04. September 2026 Die SPD-Bundestagsfraktion hat auf ihrer heutigen Klausursitzung folgende Beschlüsse gefasst: Wirtschaftliche Abhängigkeiten reduzieren, Klimaanpassung vorantreiben Damit Fortschritt bei allen ankommt: gute Arbeit im KI-Zeitalter Beide Beschlusspapiere finden Sie auch hier.

03.09.2026 17:58 Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt
Wir gratulieren Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung zum Staatsminister für Sport und Ehrenamt. Damit hat das Warten auf die Nachbesetzung von Christiane Schenderlein endlich ein Ende. Als zweifacher Olympiasieger bringt Rauhe umfangreiche eigene Erfahrungen aus dem Spitzensport mit. Sonja Eichwede, stellvertretende Fraktionsvorsitzende: „Ich gratuliere Ronald Rauhe herzlich zu seiner Ernennung. Nach dem Wechsel von… Ronald Rauhe wird neuer Staatsminister für Sport und Ehrenamt weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de