SPD Rennerod

Mit Erfahrung Zukunft gestalten

Besucher

Besucher:956437
Heute:109
Online:3

Stellungnahme zum Artikel der Westerwälder Zeitung vom Samstag, den 27. 10. "Parteien denken über Jugendparlament nach"

Veröffentlicht am 29.10.2012 in Aktuell
Foto Tanja 150x220

Die Westerwälder Zeitung (WZ) hat in ihrer Ausgabe vom Samstag darüber berichtet, dass die Parteien im Kreistag über die Einrichtung eines Jugendparlaments nachdenken. In der letzten Kreistagssitzung Ende September wurde darüber auf der Grundlage unseres Antrags beraten. Darin haben wir gefordert, dass der Jugendhilfeausschuss eine Anhörung dazu durchführt und auf dieser Basis ein Konzept erarbeitet. Klar ist für uns, dass dieses Konzept nur gemeinsam MIT den Jugendlichen entwickelt werden kann und wir ihnen nichts vorsetzen wollen. Denn Jugendpolitik heißt eben nicht, etwas FÜR Jugendliche zu tun, sondern es MIT ihnen zu machen!

Leider wird im Artikel der WZ genau dieses kritisiert. Schade, dass das Verständnis von Beteiligung dort so verkürzt ist. Und schade, dass von den Antworten, die wir auf die an uns gerichtete Anfrage der WZ nur ein paar Zeilen verarbeitet wurden. Daher hier nochmal alle gestellten Fragen und unsere Antworten darauf:

Halten Sie die Einrichtung eines Jugendparlamentes für sinnvoll und falls ja in welcher Form? Wie könnten die Kompetenzen eines Jugendparlamentes aussehen? Vor rund 20 Jahren gab es bereits einen Jugendkreistag, der sich offenbar nicht bewährt hat. Welche Konsequenzen sollten daraus künftig  für die mögliche Einrichtung eines ähnlichen Gremiums gezogen werden?

 

Wir halten die Einrichtung eines Jugendparlaments für sehr sinnvoll, denn zum einen wollen wir, dass Jugendliche über Themen, die sie betreffen, selbst mitentscheiden können. Auf Kreisebene betrifft das zum Beispiel die Schulpolitik oder auch den Bereich Jugendhilfe. Zum anderen halten wir ein Jugendparlament auch für einen guten Weg, Jugendliche an Politik heranzuführen und ein besseres Verständnis für demokratische Entscheidungsprozesse zu bekommen. Es geht eben darum, Demokratie nicht nur in der Schule in der Theorie zu lernen, sondern praktisch zu erleben.

 

Die Frage, mit welchen Kompetenzen ein Jugendparlament ausgestattet sein soll, kann und muss MIT den Jugendlichen gemeinsam erarbeitet werden. Klar ist aber, dass ein Jugendparlament keine "Alibi-Veranstaltung" oder reiner Debattierclub sein darf.

 

Woran der Jugendkreistag damals gescheitert ist, kann ich nicht beurteilen, da ich damals noch nicht dabei war. Man wird dies aber noch einmal aufarbeiten müssen, um dann zu schauen, was besser gemacht werden kann.

 

Andernfalls: Welche anderen Beteiligungsmöglichkeiten von Jugendlichen an der Kreispolitik befürworten Sie?

 

Ergänzend müssen auch die Möglichkeiten der Online-Beteiligung auf- und ausgebaut werden. Dies betrifft allerdings nicht nur Jugendliche, sondern alle Bürgerinnen und Bürger. Insgesamt geht es darum, mehr Aufmerksamkeit für die Kreispolitik zu erzeugen und diese deutlich transparenter zu machen.

 

Wie definieren Sie die Zielgruppe der Jugendlichen?

 

Als Zielgruppe haben wir Schülerinnen und Schüler, Azubis, junge Beschäftigte und Studierende im Blick, also junge Menschen, für die die Lebensbedingungen im Kreis gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels attraktiv sein müssen, damit sie gerne hier bleiben und für sich hier Perspektiven sehen.

Homepage Dr. Tanja Machalet, MdL für den Wahlkreis 6 (Montabaur)

Mitglied werden!

Mitglied werden!

Newsticker

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

18.06.2026 12:16 Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz
Arbeitszeitgesetz: Flexibilisierung ist keine Einbahnstraße Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass die neue Arbeitszeitregelung keine Ausweitung der Arbeitszeit gegen den Willen der Beschäftigten sein darf, so Annika Klose. „Wir haben im Koalitionsvertrag explizit vereinbart, dass eine solche Reform auch und gerade im Sinne der Vereinbarkeit von Familie und Beruf ausgestaltet werden muss. Dass es also auch… Annika Klose zum Arbeitszeitgesetz weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de