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Betroffene werden häufig nicht ernst genommen: Krankenkassen zahlen Liposuktion nicht

Veröffentlicht am 01.03.2013 in Pressemitteilung

Im Bild: Mitglieder des Vorstandes der Lipödem-Hilfe e.V. bei einem Termin mit Carola Reimann

Sabine Bätzing-Lichtenthäler überreicht gemeinsam mit Lipödem-Patientinnen eine Petition

Zur Zeit müssen betroffene Lipödem-Patientinnen langwierige, und zehrende Prozesse für die Kostenübernahme durch die Krankenkassen über sich ergehen lassen. „Häufig haben sie jedoch keinen Erfolg, und werden von den Krankenkassen mit Lymphdrainage und Kompressionsbestrumpfung abgespeist“, so die Bundestagsabgeordnete . „Betroffene aus meinem Wahlkreis haben mir das eindrücklich belegt“, so die Abgeordnete weiter.

Dabei ist das Lipödem eine chronische Erkrankung. Betroffene lagern krankhaft verändertes Fett in den unteren Extremitäten ein. Dies ist verbunden mit Schmerzen und die Beine sind sehr druckempfindlich. Häufig sind auch schmerzhafte Blutergüsse die Folge. Das Lipödem ist nicht Ausdruck von Übergewicht. Deshalb ist es nicht erfolgversprechend, den betroffenen Patientinnen eine Abmagerungskur zu empfehlen.

Sabine Bätzing-Lichtenthäler engagiert sich als Schirmherrin für die Belange von Frauen, die am Lipödem erkrankt sind. Vor allem Frauen sind von dieser Krankheit betroffen. Sie werden jedoch häufig nicht ernstgenommen und als Adipositas-Patientinnen bezeichnet. „Dies muss sich dringend ändern!“, so Sabine Bätzing-Lichtenthäler.

Gemeinsam mit Marion Tehler und Dorothea Bosse von der bundesweiten Selbsthilfegruppe Lipödemhilfe sowie der Initiatorin Diana Bednar überreichte sie die Online-Petition. Die 21.854 Unterschriften wurden von der Vorsitzenden des Petitionsausschusses, Kersten Steinke (Die Linke) entgegengenommen. Die Petentinnen fordern vom Gemeinsamen Bundesausschuss, die Liposuktion, auch Fettabsaugung genannt, in den Leistungskatalog der Krankenkassen aufzunehmen. Dann könnten die betroffenen Frauen die Kosten für die Beseitigung der Krankheit erstattet bekommen.

„Die Frauen werden Tag für Tag in ihrem Alltag, vor allem aber in ihrer Lebensqualität beeinträchtigt. Dies kann durch eine Liposuktion verhindert werden.“, sagt Sabine Bätzing-Lichtenthäler. Viele der betroffenen Frauen leiden tagtäglich an extremen Schmerzen, aber auch daran, dass sie sich extrem äußerlichen verändern. „Eine Fettabsaugung kann den Frauen langfristig helfen. Das wäre sogar aus wirtschaftlicher Sicht eine gute Alternative zu den konservativen Behandlungsmethoden“, so die Abgeordnete.

Hilfe finden Betroffene beim Verein Lipödem Hilfe e.V.. Dort finden sie auch Informationen zur Petition.

Homepage Sabine Bätzing-Lichtenthäler – Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Betzdorf/Kirchen und Staatsministerin in Rheinland-Pfalz

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