SPD Rennerod

Mit Erfahrung Zukunft gestalten

Besucher

Besucher:956437
Heute:363
Online:4

Inneres: Doping – Die Regierung verweigert die Unterstützung!

Veröffentlicht am 21.10.2011 in Inneres

Die Bundesregierung steht bei der Finanzierung einer effektiven Dopingbekämpfung auf der Bremse. Der weitere Aufbau von Stiftungskapital für die Nationale Doping-Agentur
(NADA) wird gestoppt; die erbetene zusätzliche finanzielle Unterstützung in Höhe von gut 10.000 Euro and die World Anti-Doping Agency (WADA) wird von Schwarz-Gelb verweigert.

Für unsere Bundestagsfraktion ist der vorliegende Haushaltsentwurf ein Offenbarungseid, denn er zeigt, welchen geringen Stellenwert die Dopingbekämpfung in der schwarz-gelben Bundesregierung inzwischen einnimmt.
Das Budget der WADA und das Stiftungskapital der NADA müssen weiter erhöht werden, um eine effektive Bekämpfung des Doping und einen "sauberen Sport" zu gewährleisten. Unsere Bundestagsfraktion beantragt in den Beratungen zum Haushalt des Innenministeriums, dass wie bisher eine Million Euro der Sportfördermittel des Bundes an NADA zum Aufbau von Stiftungskapital gehen. Bisher hatte der Bund pro Jahr jeweils eine Million Euro an das Stiftungskapital der NADA überwiesen.
Aus den Erträgen aus dem Stiftungskapital soll sich die NADA dauerhaft finanzieren, zumal es bislang nicht gelungen ist, neben dem Bund und dem organisierten Sport weiter zuverlässige und dauerhafte Finanzierungsquellen
zu erschließen. Erst wenn sich gesellschaftliche Kräfte in ausreichenden Maße engagieren, um die Arbeit der NADA mit unverminderter Effektivität fortzusetzen oder sie sogar zu steigern, kann sich der Bund aus seiner Verantwortung
zurück ziehen. Die finanzielle Ausstattung der WADA ist angesichts des weltweiten Netzwerks organisierter Kriminalität, das am Doping beteiligt ist, unzureichend.
Schätzungen der WADA zufolge werden allein im Breitensport pro Jahr rund 15 Milliarden Euro für Dopingmittel ausgegeben, und dopende Spitzensportler
verfügen über ausgeklügelte Netze von Ärzten, Pharmazeuten, Managern und anderen Hilfskräften.
Demgegenüber wirken die 27 Millionen Dollar, die der WADA im Jahr 2011 zur Verfügung standen, bescheiden. Die WADA hat nach Kritik - unter anderem von Seiten der Bundesregierung - an den Haushaltszuwächsen früherer Jahre für 2012 nur eine maßvolle, die Inflation ausgleichende Steigerung um zwei Prozent gebeten. Für
Deutschland geht es dabei um einen geradezu lächerlich anmutenden Betrag von ca. 12.000 bis 15.000 Euro. Der Einspareffekt ist marginal, die politische Botschaft fatal.
Wer wie die Bundesregierung gemeinsam mit europäischen Partnern ein nominales Nullwachstum verfolgt, zwingt die Agentur in Wirklichkeit dazu ihre Aktivitäten einzuschränken. Angesichts der enormen Herausforderungen bei der internationalen Doping-Bekämpfung wäre dies - gerade im Jahr der nächsten Olympischen und paralympischen Spiele in London - das falsche Signal.

Homepage Sabine Bätzing-Lichtenthäler – Landtagsabgeordnete für den Wahlkreis Betzdorf/Kirchen und Staatsministerin in Rheinland-Pfalz

Mitglied werden!

Mitglied werden!

Newsticker

24.08.2026 19:52 Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal
Die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann bei der Pflegereform unterstützen wir, sagt Christos Panztazis. Dafür braucht es aber auch eine gerechte Gegenfinanzierung. „Wir begrüßen die angekündigte Kurskorrektur von Bundesgesundheitsminister Linnemann ausdrücklich. Es ist richtig, die geplante Kürzung der Rentenbeiträge für pflegende Angehörige komplett zurückzunehmen. Wir als SPD haben von Anfang an deutlich gemacht: Die Stabilisierung… Pflegenden Angehörigen die Alterssicherung zu kürzen, wäre das falsche Signal weiterlesen

03.07.2026 18:19 Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv
Zum aktuellen Reformpaket der Bundesregierung warnt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit der SPD vor negativen Folgen. „Der von der Union durchgesetzte Punkt der Koalitionsausschusseinigung, dass künftig bereits ab dem ersten Tag eine ärztliche Krankschreibung eingeholt werden muss, ist völlig abenteuerlich“, erklärt der Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen (ASG) Boris Velter. „Wenn nun… Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten im Gesundheitswesen – Abenteuerliches Vorhaben: Krankschreibungspflicht ab dem ersten Tag ist nicht zielführend und kontraproduktiv weiterlesen

23.06.2026 19:06 Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission
Reform muss zu spürbaren Verbesserungen gegenüber dem Status quo führen Der Abschlussbericht der Rentenkommission ist eine gute Grundlage für eine umfassende Reform, die wir jetzt gründlich beraten und dann auf den Weg bringen wollen. „Die Kommission hatte die Aufgabe, Vorschläge zu entwickeln, wie insbesondere Menschen mit kleinen und mittleren Einkommen ihren Lebensstandard im Alter sichern… Dagmar Schmidt zu den Empfehlungen der Rentenkommission weiterlesen

20.06.2026 12:14 Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag
117 Millionen Menschen auf der Flucht Gabriela Heinrich, menschenrechtspolitische Sprecherin: Am 20. Juni, dem Weltflüchtlingstag der Vereinten Nationen, wird daran erinnert, dass Millionen Menschen gezwungenermaßen ihre Heimat verlassen mussten. Hinter den Zahlen stehen persönliche Geschichten und individuelle Schicksale. „Aktuell sind weltweit über 117 Millionen Menschen auf der Flucht, darunter viele Kinder, oftmals ohne die Begleitung… Gabriela Heinrich zum Weltflüchtlingstag weiterlesen

18.06.2026 12:25 „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“
Rechte Mehrheit im EU-Parlament stellt Vereinbarung für sauberes Wasser infrage Das Europäische Parlament hat heute eine Resolution zur Umsetzung der Kommunalabwasserrichtlinie (KARL) verabschiedet. Die in der vergangenen Legislatur beschlossene Vereinbarung zur Verbesserung der Wasserqualität sieht Vorschriften für eine durch Unternehmen gestützte Finanzierung der sogenannten 4. Reinigungsstufe vor. An dieser finanziellen Großaufgabe sollen vor allem Kosmetik-… „Fatales Signal an Kommunen und Verbraucher:innen“ weiterlesen

Ein Service von info.websozis.de