Pflegende vermissen die klare politische Unterstützung der Bundesregierung. Pflegende hatten große Hoffnungen in das "Jahr der Pflege" gesetzt.
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Pflegende vermissen die klare politische Unterstützung der Bundesregierung. Pflegende hatten große Hoffnungen in das "Jahr der Pflege" gesetzt.
Außer dem Ministerwechsel im FDP-geführten Bundesgesundheitsministerium von Phillip Rösler zu Daniel Bahr kam schon im vergangenen Jahr nichts für die Beschäftigten in der Pflege heraus. Noch immer warten die Pflegekräfte auf bessere Rahmenbedingungen für ihre Arbeit.
Statt Lösungen für die enormen Pflegeherausforderungen in unserer Gesellschaft zu geben, will sich diese Bundesregierung nur bis zum nächsten Wahltag retten und überlasst ihrer Nachfolgerregierung den Haufen unerledigter Aufgaben. Die Bundesregierung ist dringend aufgerufen, Pflege und andere gesundheitsbezogene Berufe als Berufswahl nachhaltig attraktiv zu machen. Sonst verlassen immer mehr Pflegekräfte diesen anspruchsvollen Beruf enttäuscht und ausgebrannt. Dafür müssen aber die Arbeitsbedingungen, die Aus- und Weiterbildung, die schnellere Prüfung und Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und vor allem die Vergütung der Pflege- und Gesundheitsfachkräfte verbessert werden.
Damit erhalten diese Berufe eine gesellschaftliche Aufwertung und werden insgesamt attraktiver. Für Frauen und für Männer. Nötig sind auch bessere Kooperationen zwischen ambulanter und stationärer Versorgung. Diese sind besonders für Frauen im Gesundheitssystem ein Garant für familienfreundlichere Arbeitszeiten oder bessere Weiterbildung.
Die Potentiale, Kompetenzen und Fähigkeiten der Pflege bleiben im starren Rollengefüge so mancher Einrichtung ungenutzt. Das frustriert die Pflegenden. Schließlich haben sie den meisten Kontakt zu den Pflegebedürftigen. Pflegende wollen im Interesse der Patientinnen und Patienten gute Pflege auf Augenhöhe. Sie wollen aber auch gute Arbeit für sich selbst.
Hier ist die Politik herausgefordert.
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