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Fraktion
Der sich abzeichnende Verkauf des Schullandheime des Westerwaldkreises auf Norderney darf nach Ansicht der SPD-Kreistagsfraktion nicht dazu führen, dass Kinder aus finanziell schwächeren Familien in Zukunft keine Möglichkeit mehr haben, an Schulfahrten und -freizeiten teilnehmen zu können.
Die öffentliche Anhörung im Kreisausschuss hat für Dr. Tanja Machalet, MdL und Vorsitzende der Fraktion, noch einmal deutlich gemacht: „Es wäre für die Westerwälder Schülerinnen und Schüler gerade aus diesem Personenkreis wünschenswert, wenn das Haus erhalten werden könnte.“ Zudem ermögliche es bislang auch Familien, die darauf angewiesen sind, einen preiswerten Urlaub.
Konzept Ganztagsschule (GTS)
Die SPD VG-Fraktion der Verbandsgemeinde Rennerod befasst sich seit einiger Zeit mit der Einführung einer Ganztagsschule in einer der Grundschulen in der Verbandsgemeinde (VG) Rennerod. Leider gehört der Bereich der VG Rennerod zu den wenigen Standorten in Rheinland-Pfalz, in denen bisher noch kein GTS-Angebot besteht. Für die Region und ihre Bürger stellt dies einen erheblichen Nachteil dar. Zwischen der Ganztagsbetreuung im Kindergarten sowie den Möglichkeiten der Betreuung in Haupt- und Realschule, entsteht eine Lücke der Betreuung. Für viele Familien ein Problem, das es zeitnah zu schließen gilt. Unsere Fraktion macht sich stark für ein entsprechendes Angebot und fordert die Beteiligten zu entsprechenden Initiativen auf!
Die bisherigen Bemühungen führten zu keinem Erfolg und aus unserer Sicht sind neue Überlegungen und Initiativen notwendig.
Um sich ein Bild einer funktionierenden Grundschule mit GTS-Konzept zu machen, besuchte unsere Fraktion die Grundschule in Meudt. Mit der Leiterin der Grundschule Meudt, Marita Schröder, die in Irmtraut und somit in unserer VG wohnt, wurde ein Termin vereinbart. Unsere Fraktions- bzw. Parteimitglieder (Franzi Burk, Michael Gräb und Raimund Schön) besuchten am 02.05.2011 die Grundschule Meudt.
Pünktlich zur Mittagszeit trafen unsere Parteifreunde in der Schule ein. So konnten sie sich ein erstes Bild von der Ganztagsbetreuung verschaffen. Positiv überrascht waren sie von der Disziplin, die durch klare Regeln erreicht wird. Unter dem Motto „ es muss nicht alles gegessen, aber alles probiert werden“ erlernen die Kinder neben vielen anderen Regeln ein soziales Miteinander. Kulturelle und konfessionelle Bedürfnisse werden bei der Essensversorgung berücksichtigt. Durch Kooperation mit einem Altenheim in der VG Wallmerod kann eine finanziell günstige Versorgung (Beitrag der Eltern 30,00 € im Kalendermonat sowie Zuschuss der VG) erfolgen. Den Hygieneanforderungen wurde die VG Wallmerod durch entsprechende Investitionen in der Schule in hohem Maße gerecht.
Das Nachmittagskonzept der GTS Meudt sieht neben der aktiven Hausaufgabenbetreuung durch die Lehrkräfte, die in der Woche zusätzlich 15 Stunden erbringen, die Beschäftigung der Kinder in Arbeitsgruppen vor. Verschiedene Angebote (z. B. Theater, Zaubern, Sticken, Basteln, Musik, Kochen, Sport, Sprachen) ermöglichen eine abwechslungsreiche und individuelle Förderung der Kinder. Keinesfalls stellen diese individuellen Angebote NUR eine BEAUFSICHTIGUNG DER KINDER dar. So sind die Kinder am Ende des Tages nicht nur gefördert sondern auch gefordert worden.
Das Projekt in Meudt erforderte laut Aussage der Schulleiterin Marita Schröder eine zweijährige Vorlaufzeit. Dabei ist das Engagement des Kollegiums zwingend erforderlich gewesen und selbstverständlich weiterhin notwendig. Unsere Fraktion konnte sich von diesem beispielhaften Engagement ein gutes Bild verschaffen.
Es zeigt sich ein positives und gelungenes Beispiel einer GTS, welches nur durch ein hohes Engagement des Lehrkörpers möglich war. Die steigende Zahl von Anmeldungen spiegelt für den Lehrkörper den Erfolg der Arbeit wieder und bietet folglich die Motivation für eine Fortführung dieses erfolgreichen Wirkens! Nicht zu vergessen der Erfolg für die Kinder durch Förderung und Teambildung. Dass dieser Erfolg dann auch für die Eltern spürbar ist, ergibt sich zwangsläufig. Sicherlich erforderte das Konzept auch die notwendigen Mittel des Landes sowie der Kommunen. Letztlich stellt dies jedoch eine gute Investition in die Zukunft dar!
Für uns als Mitglieder der VG Rennerod ergibt sich die Frage der Umsetzung in der VG Rennerod. Die Standortfrage (zentrale Lage und gute Erreichbarkeit) sowie die Möglichkeit der Nutzung der vorhandenen Kapazitäten sind sicherlich von hoher Bedeutung. Kann z. B. die Rettung einer kleinen Schule durch so ein Angebot der sinnvolle Weg sein? Unabhängig von diesen Betrachtungen dürfen jedoch die weichen Kriterien, wie ein engagiertes Kollegium, nicht völlig in den Entscheidungen vernachlässigt werden.
Übergabe von Hans-Jürgen Heene an Werner Burk
In der Fraktionssitzung am 01.04.2011 überraschte Hans-Jürgen Heene die Fraktionsmitglieder mit der Ankündigung, ab sofort den Fraktionsvorsitz der SPD im Verbandsgemeinderat abzugeben. Betroffen und überrascht reagierten die Fraktionsmitglieder. In der Diskussion wurde leider allen schnell bewusst, dass es sich um keinen Aprilscherz handelte. Hans-Jürgen verwies auf die hohe Belastung durch die vielen Funktionen innerhalb der Partei und die Notwendigkeit, die Belastung zu reduzieren. Er werde sukzessive weitere Aufgaben abgeben und hoffe auf das Verständnis der Parteifreunde. Es sei an der Zeit Aufgaben in jüngere Hände zu übergeben.
Das tiefe und einhellige Bedauern der Fraktionsmitglieder drückte doch erheblich die Stimmung an diesem Abend. Es wurde in der Diskussion hervorgehoben, dass Hans-Jürgen in der Verbandsgemeinde und im Kreis das Gesicht der Partei ist. Es entstehe in der Fraktion ein Vakuum, das nicht einfach zu schließen sei. Durch seine kommunale Fachkompetenz und die sachlich orientierte politische Auseinandersetzung genieße er auch beim politischen Konkurrenten hohe Anerkennung. Seine Beliebtheit in der Region habe sich auch immer bei den Kommunalwahlen gezeigt.
Nach einigen Diskussionen erklärte sich Werner Burk aus Irmtraut bereit, den Fraktionsvorsitz der SPD in der VG Rennerod zu übernehmen. Der 59jährige ist verheiratet und hat drei Töchter. Werner Burk ist Betriebswirt und seit 40 Jahren im Gesundheitswesen tätig. Seine politischen Schwerpunkte liegen da auch fast zwangsläufig im Sozialbereich sowie in der Ökonomie. Seine Wortbeiträge in den Sitzungen des Verbandsgemeinderates zur Finanzsituation der Betriebszweige Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung waren immer von Fachkompetenz gekennzeichnet und fanden eine breite Zustimmung im Verbandsgemeinderat. Privat ist Werner als Vorsitzender des TuS Irmtraut ehrenamtlich engagiert und selbst als Altfußballer immer noch aktiv.
In der Fraktionssitzung am 09.06.2011 bedankte sich die Fraktion offiziell bei Hans-Jürgen mit einem Präsentkorb und Blumen für seine Ehefrau Marliese, die Hans-Jürgen all die Jahre unterstützte und sich selbst immer in der Kommunalpolitik engagierte. Werner stellte noch einmal die Verdienste von Hans-Jürgen und hier vor allem die Arbeit in der Verbandsgemeinde Rennerod in all den Jahren heraus. Glücklicherweise bleibe er der Fraktion als Mitglied erhalten, denn seine langjährige kommunale Erfahrung und seine enorme Fachkompetenz sei für die SPD der Verbandsgemeinde Rennerod ein wichtiger und unverzichtbarer Trumpf. In seinen Funktionen als Kreistagsmitglied und Stadtbürgermeister von Rennerod ist er auch in naher Zukunft für unsere Partei unverzichtbar und für die Bürger der VG Rennerod ein wichtiger Ansprechpartner und Orientierungspunkt der SPD.
Erneuerbare Energien und die Breitbandversorgung standen im Mittelpunkt eines Informationsgespräches, das Vertreter der SPD-Kreistagsfraktion Westerwald mit KEVAG am Standort Hahn a. See führten.
Wie Dr. Tanja Machalet, MdL, ausführte, hatte die Mitteilung der KEVAG im Frühjahr des Jahres, nunmehr fast 40 % ihres Energiemixes aus erneuerbaren Energien zu bestreiten, das Interesse der Fraktion an vertiefenden Informationen geweckt. Dieser Prozentsatz sei deutlich höher als im Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) gefordert.
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